„Man muss nicht alles neu kaufen“
Bild: Junker
Viel über die Natur und das Mittelalter haben die 30 Mädchen und Jungen in den vergangenen drei Tagen in der Waldschule der Heinz-Reckendrees-Stiftung in der Bauerschaft Rückamp in Enniger gelernt.
Bild: Junker

Die Mädchen und Jungen hatten aus allem, was der Wald zu bieten hat, verschiedene Stände gebaut wie einen Barfußpfad, ein Café sowie Marktstände für Musikinstrumente, Heilmittel und Baustoffe.

Ohne Hilfe von Erwachsenen

Felix (9), Luka, Hendrik (beide 10) sowie Noel (11) hatten sich für eine Schießbude entschieden, an der die Kinder ihre Zielgenauigkeit wahlweise mit einer Spielzeugarmbrust oder Pfeil und Bogen unter Beweis stellen konnten. Ihren Stand fassten sie mit Stämmen ein und befestigten sie mit Lehm. Anschließend bauten die Viertklässler der Jakobusschule Ennigerloh einen Ein- und Ausgang, schnitzen Pfeile und Bögen. „Und zwar allein“, stellt Hendrik sofort klar. „Ohne Hilfe von Erwachsenen.“

Auch Isabell (10) und Franka (9) nutzten für ihre Musikinstrumente, die sie am Stand mit ihren Freundinnen feilboten, ausschließlich Material aus dem Wald. So wurde aus einem Ast, einem Tannenzapfen und ein wenig Band im Handumdrehen ein Rhythmusinstrument.

Kinder lernen viel über die Natur

„Die Kinder haben in den vergangenen Tagen viel über die Natur gelernt, und sie haben sich gut in die Zeit des Mittelalters versetzen können“, sagt Günter Hans, Vorsitzender der Reckendrees-Stiftung. Und nicht nur das: „Ich habe gelernt, dass man nicht immer alles neu kaufen muss, sondern auch viel selbst bauen kann“, betont der neunjährige Leon, während er mit Jule (8), Dana (7) und Marie (10) Heilmittel gegen Brennnesselstiche herstellt.

Den Mädchen und Jungen haben die drei Tage im Wald gefallen. „Wir würden alle gern noch länger bleiben“, betont die achtjährige Lotte. Günter Hans weiß, warum das so ist: „Wer einmal hier war, der kommt immer wieder.“

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