„Man weiß nie, wo man herunterkommt“
Bilder: Junker
Seit 20 Jahren ist das Modellballonfahren Rainer Stillers große Leidenschaft. Jede freie Minute wendet der 41-jährige Ennigerloher für sein Hobby auf.
Bilder: Junker

Modellballone funktionieren wie ihre großen Vorbilder. Die Luft in der Hülle wird mit einem Propangasbrenner erwärmt, wodurch das Modell steigt. Kühlt sich die Luft ab, sinkt der Ballon. Gesteuert wird der Brenner mit einer Funkfernbedienung.

Die Wind entscheidet über die Fahrtrichtung

In welche Richtung der Ballon fährt, entscheidet aber der Wind. „Die Kunst ist, durch Sinken und Steigen die Luftströmungen in den jeweiligen Höhen geschickt auszunutzen“, erklärt Rainer Stiller. Pokale, Urkunden und weitere Trophäen in seiner Wohnung zeugen davon, dass der 41-Jährige das gut kann. „Ein wenig Glück gehört aber auch dazu“, sagt er.

Über den Ballonsportclub Ennigerloh ist Stiller zu seinem seltenen Hobby gekommen. 1999 lernte er Familie Stolp aus Beckum kennen, die ihm das Modellballonfahren näherbrachte. Ein Jahr später hatte er sein erstes eigenes Modell. Seitdem ist das Modellballonfahren Stillers große Leidenschaft. „Mich fasziniert, dass man – genau wie im großen Ballon – nie weiß, wo man herunterkommt“, sagt er.

Wettbewerbe in Frankreich, England und Thailand

Der Ennigerloher investiert jede frei Minute in sein Hobby. Seinen Urlaub verbringt der Maler auf Wettkämpfen in der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus. Er nahm unter anderem an Meisterschaften in Frankreich und an einem Ballontreffen in Thailand teil. Der nächste Wettbewerb wird ihn nach England führen.

Bei den Wettkämpfen müssen die Modellpiloten verschiedene Geschicklichkeitsaufgaben erfüllen wie Fuchsjagd oder Fly in. Dabei gilt es beispielsweise, seinen Ballon punktgenau in einem vorgegebenen Zielgebiet zu landen.

„Ich habe den Luxus von drei Sponsoren“

Die Elite des Modellballonsports trifft sich jedes Jahr bei den Brigachtaler Meisterschaften in Baden-Württemberg, die Stiller zuletzt dreimal in Folge gewinnen konnte. „Ich habe einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Szene“, sagt der 41-Jährige. Geld verdiene er mit seinem Hobby zwar nicht. „Ich habe aber den Luxus von drei Sponsoren.“ Diese versorgten ihn mit Material. Modellballonfahren ist kein günstiges Hobby. Mehrere tausend Euro kostet ein komplett ausgestattetes Modell.

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