Menschen mit Re.Start neue Chance geben
Bild: Hövelmann
Im Februar ist das Projekt Re.Start des Jobcenters des Kreises Warendorf sowie des Kolping-Bildungswerks im Diözesanverband Münster in Ennigerloh an den Start gegangen. Drei Sozialpädagogen sind kreisweit Ansprechpartner für junge Menschen, die zum Beispiel Schwierigkeiten dabei haben, ihre Schule oder eine Ausbildung abzuschließen.
Bild: Hövelmann

Seit Februar wird es vom Jobcenter des Kreises Warendorf zusammen mit dem Kolping-Bildungswerk im Diözesanverband Münster in Ennigerloh angeboten.

Projekt richtet sich an Personen zwischen 15 und 25 Jahren

Drei Sozialpädagogen – Esther Michgehl, Jasmin Gramer und Christoph Heitland – haben seitdem ihr Büro an der Alleestraße 4. Das Projekt richtet sich an Personen zwischen 15 und 25 Jahren im oder bei drohendem SGB-II-Leistungsbezug.

„Es gibt Menschen, die durch die bestehenden sozialen Raster fallen – genau da setzen wir an“, verdeutlichte Michgehl im Ausschuss für Soziales, Kultur, Sport und Schulen am Donnerstagabend im Rathaus. „Wir wollen ihnen eine neue Chance geben, ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.“

„Der Weg zum Ziel ist kleinteilig“

Oftmals fehlten den Betroffenen Alltagsstrukturen. Diese zu erarbeiten sei ein erster Ansatzpunkt. „Der Weg zum Ziel ist kleinteilig. Wir als Ansprechpartner nehmen uns die Zeit, ihn gemeinsam zu gehen.“ Eine zeitliche Beschränkung des Beratungsangebots gebe es nicht. Grundlage ihrer Arbeit sei Vertrauen. „Bis das aufgebaut ist, dauert es“, stellte Michgehl heraus. Einen ersten Kontakt mit den Sozialpädagogen können Interessierte unter Telefon: 0172/5870583 über WhatsApp aufnehmen. „So lassen sich eventuelle Hemmschwellen schnell überwinden.“

Zuweisungen gibt es aus dem gesamten Kreisgebiet. „Unsere Netzwerkarbeit beschränkt sich derzeit allerdings auf Ennigerloh, Telgte und Warendorf“, betonte sie. Denn nicht nur in den Räumen nahe des Busbahnhofs sind die Mitarbeiter anzutreffen. Durch die Anschaffung eines Beratungsbullis sind sie auch mobil – um zum Beispiel an sozialen Brennpunkten Präsenz zu zeigen.

„Wir wollen keine Doppelstrukturen“

Wichtig ist den Verantwortlichen laut Michgehl vor allem eines: „Wir wollen keine Doppelstrukturen“, betonte sie. Vielmehr sei es ihnen ein Anliegen, die Brücke zwischen jungen Menschen und bereits bestehenden Hilfssystemen – zum Beispiel der Schulsozialarbeit – zu bauen.

Auf zwei Jahre ist das Projekt zunächst ausgelegt. „Dann schauen wir, wie der Bedarf ist“, erklärte Michgehl. 18 Personen aus dem gesamten Kreisgebiet nehmen derzeit teil.

Eine offene Sprechstunde findet montags zwischen 9 und 11 Uhr an der Alleestraße 4 in Ennigerloh statt. In dieser Zeit können sich Interessierte unverbindlich informieren.

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