Missbrauch an Kindern in 17 Fällen
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Das Schöffengericht in Warendorf konnte am Mittwoch den sexuellen Missbrauch nicht klären, der einem 52-jährigen Ennigerloher vorgeworfen wird.
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Gleich 15 Mal soll der 52-Jährige zwischen Frühjahr 2010 und Mai 2012 einen zu den Tatzeitpunkten zwischen 11 und 13 Jahre alten Jungen mit in sein Badezimmer genommen haben – angeblich, um ihn auf Zecken zu untersuchen.  Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem Ennigerloher vor, den Jungen, der ihm offenbar aus seinem Umfeld bekannt war, mehrfach an Leiste und Glied berührt zu haben. In einem Fall soll er das Kind auf eine Massagematratze gedrückt haben, um das Geschlechtsorgan anfassen zu können. Er war ebenfalls wegen sexueller Nötigung des Jungen angeklagt.

Auch soll der Mann einen zum Tatzeitpunkt 15-Jährigen missbraucht haben. Der 52-jährige Angeklagte soll den Jugendlichen unter einem Vorwand gebeten haben, sich bis auf die Unterhose auszuziehen, um anschließend den Stoff der Unterhose nach vorne ziehen und das Geschlechtsorgan des Jugendlichen betrachten zu können.

Verhandelt wurde am Mittwoch vor dem Schöffengericht allerdings nicht. Mit zwei Beweisanträgen, denen das Gericht nach Beratung nachkam, hatte der Verteidiger die Ladung eines weiteren Zeugen beantragt. Das Verfahren gegen den 52-Jährigen soll nun am 24. Juni fortgesetzt werden.

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