Mit Berthold Lülf auf Motorradtour
Bild: Helmers
Mit dem Motorrad herumzufahren, ist für Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf aufgrund seines engen Zeitplans als Erster Bürger der Stadt kaum noch möglich.
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 Dort, wo der Bürgermeister jetzt von seinem Motorrad steigt, sollte vor zwölf Jahren eine forensische Klinik errichtet werden. „Die Glocke“ hat ihn auf seiner Tour begleitet. „Ich wusste: Sobald hier das erste Wohnhaus steht, wird keine Klinik mehr gebaut“, erinnert er sich heute. Inzwischen haben sich Familien und Firmen auf dem früheren Militärgelände angesiedelt. „Wir haben es geschafft, gemeinsam mit allen Fraktionen innerhalb von gut einem Jahr ein Baugebiet zu entwickeln“, sagt Lülf und setzt seinen Helm wieder auf.

Als Ziele für die Rundfahrt auf seinem Motorrad fallen ihm viele Orte in Ennigerloh und den Stadtteilen ein, auf deren Entwicklung er stolz ist. Das K2-Logistikzentrum zum Beispiel steht aus seiner Sicht für den starken Wirtschaftsstandort Ennigerloh. Auch das Lindhorst-Projekt im Stadtzentrum und das Baugebiet Schleeberg, „das jetzt so gut Fahrt aufgenommen hat“, gehörten zur Erfolgsgeschichte der Stadt. „Viele meiner positiven Erinnerungen sind mit Baugebieten verknüpft“, sagt der Bürgermeister. Seine Aufgabe sieht er dabei in der Vermittlung. „Ich möchte bei der parteipolitischen Meinungsbildung ein Stück weit moderieren. Bei den meisten wichtigen Themen sind wir gemeinsam zu einer Lösung gekommen. Das macht uns stark in Ennigerloh.“

Sehr gut habe das auch beim ersten Baugebiet funktioniert, zu dem ihm die Pläne vorgelegt wurden. Das war vor zwölf Jahren, als seine Amtszeit gerade eine Woche alt war. „Das Baugebiet Enniger Brook sollte auf den Plänen zunächst doppelt so groß werden, wie es heute ist“, sagt Lülf. „Damit wäre die Bevölkerung mit einem Mal um zehn Prozent gewachsen. Ich dachte: Das ist viel zu groß. Wie sollen sich so viele Leute so schnell in der Dorfgemeinschaft einleben?“ Auch hier habe er die Rolle des Vermittlers, des Moderators gespielt. „Ich empfahl dem Rat, es zu verkleinern.“ So sei ein kleines, überschaubares Baugebiet entstanden, das schnell habe vermarktet werden können.

Früher ist Berthold Lülf gern auf sein Motorrad gestiegen, um einfach herumzufahren. „Das lässt mein enges Zeitkorsett heute nicht mehr zu.“ Für ihn steht es jedoch außer Frage, dass er nach der Wahl am 25. Mai noch weitere sechs Jahre Bürgermeister in Ennigerloh sein möchte. „Die Menschen hier haben es verdient, dass man sich für sie einsetzt.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie  auf der Ennigerloher Lokalseite in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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