Musik, Tanz und freche Sprüche beim KKE
Bild: Ludwig
Beim Kolpingkarneval in Enniger konnte Prinzessin Michaela I. Schlüchtermann am Samstag wie stets auf ihren Elferrat zählen. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Damen eine flotte Sohle aufs Parkett im Lindenhof gelegt.
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„Ich bedanke mich für die Berichterstattung über den Kolpingkarneval in Enniger. Nur bin ich mir nicht sicher, ob ich immer dabei war. Meine Zwillingsschwester Manuela und meine Cousine Mechthild haben sich anscheinend immer wieder für mich ausgegeben“, erläuterte die Prinzessin humorvoll in ihrer Rede. Der Kolpingkarneval Enniger (KKE) hatte die Gelegenheit für ein Prinzessinnenlotto besonderer Art genutzt: „Wir veranstalten vor der Gala eine Prinzessinenlotterie, bei der sich alle Teilnehmer für einen der drei Vornamen entscheiden können“, verkündete KKE-Präsident Ludger Demski. Auch er sprach die Prinzessin ständig mit den verschiedenen Vornamen an. Unter teilnehmenden Galagästen entschied sich zuletzt aber doch eine deutliche Mehrheit für den richtigen Vornamen. Gewinner des Prinzenlottos ist Bernhard Thiemann. Michaela I. konnte auch von einer Premiere berichten. „Wir waren am Samstag zum ersten Mal mit einem selbst gebauten Elferratswagen beim Ennigerloher Karnevalsumzug.“ Dafür dankte sie allen Helfern herzlich. Die Tanzgruppen des KKE zeigten sich am Samstag durchweg schrittfest und sicher. Die Prinzengarde begeisterte mit einem Tanz zur Filmmusik aus „Fluch der Karibik“. Der Showtanz der kleinen Garde konnte sich ebenfalls sehen lassen: Kostüme und Performance passten. Kein Wort des Lobes hatten jedoch Trude und Erna für die Kolpingkarnevalisten übrig. Die beiden Tratschtanten zogen bei ihrem Auftritt über fast alles her. Dann merkten sie, dass der Pfarrer unter den Gästen war. Jetzt mussten die Sünden schnell erlassen werden. „Dafür geht man einfach in den Wandschrank“, erklärte Erna – und meinte den Beichtstuhl. In Ennigerloh hatte Trude eine ganz besondere Erfahrung beim Beichten gemacht. Der evangelische Pfarrer habe 50 Euro für den Sündenerlass in Sachen Fremdgehen verlangt, sein katholischer Kollege nur 5 Euro. „Schließlich wüssten die katholischen Pfarrer auch nicht, wie schön das ist.“

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