Name Hoest ist Bewohnern sehr wichtig
Bild: Schomakers
Die jahrhundertealte Bauerschaft Hoest ist für die Bewohner (v. l.) Hubert Höner, Heijo Debbert, Theo Horstmann, Walter Bartmann, Reinhard Moß und Alex Frenz ist ein besonderes Fleckchen Erde, mit dem viele Familien über Generationen verwurzelt sind. Im „Glocke“-Gespräch versuchten sie, das Lebensgefühl der Hoester zu beschreiben, um es Außenstehenden zu vermitteln.
Bild: Schomakers

Viele Anwohner haben sich dafür eingesetzt, dass der Name Hoest erhalten bleibt („Die Glocke“ berichtete). Wenn es um ihre Hoest geht, treten ihre Bewohner geschlossen auf, wie die Bürgerversammlung vor zwei Wochen zeigte. Auch wenn es zum Thema unterschiedliche Vorstellungen gab, so soll der Mehrheitsbeschluss akzeptiert werden. Der besagt: In der Hoest bleibt alles, wie es ist. Über diesen Vorschlag wird der Stadtentwicklungsausschuss am 1. Juni beraten.

Das Lebensgefühl in der Hoest sei schwer in Worte zu fassen, erklärten die Anwohner bei dem Treffen mit der „Glocke“. Sie sehen sich als eine starke Gemeinschaft unter dem Oberbegriff Hoest. Und das seit vielen Generationen. Daher betrachten Bewohner ihre Bauerschaft neben Enniger, Ostenfelde und Westkirchen als weiteren Ortsteil von Ennigerloh – wenn auch mit einem Augenzwinkern.

Zumindest wünschen sich die Hoester an allen Zufahrtsstraßen ein Schild, das auf den Namen ihrer Bauerschaft hinweist. Hubert Höner, Besitzer eines ländlichen Anwesens mit mehr als 200-jähriger Geschichte, bezieht den Hohen Hagen mit ein.

„Früher hatten wir in der Hoest die Antoniuskapelle, eine Schule, einen Kindergarten, und wir haben immer noch die Feuerwehr“, sagte Heijo Debbert, der Älteste in der Gesprächsrunde. Man habe vieles gehabt, was zu einem Ortsteil gehöre. Geblieben sei die Feuerwehr. Sie sei wichtig für die Gemeinschaft. Auch Zugezogene würden über die Feuerwehr schnell integriert, fügte Alex Frenz hinzu, der bereits seit 40 Jahren in der Bauerschaft wohnt.

Auch nach einem Beschluss in Ausschuss und Rat zur Neuordnung der Straßennamen wollen die Hoester Geschlossenheit zeigen, wurde in der Gesprächsrunde deutlich. „Wir pflegen in der Hoest eine Streitkultur, finden aber immer wieder zusammen“, erklärte Walter Bartmann. „Wir ringen um die besten Lösungen für unsere Hoest.“

Gemeinsam wolle man die Umsetzung eines Ratsbeschlusses zum Thema unterstützen und könne sich auch einheitliche Hausnummern vorstellen.

SOCIAL BOOKMARKS