Neuer Standort für Feuerwache in Sichtweite
Bilder: Helmers
Nur wenige hundert Meter vom alten Standort entfernt könnte künftig das neue Gerätehaus des Löschzugs Ennigerloh stehen. Der Hauptausschuss empfahl dem Rat, für einen Neubau den Bereich an der Straße Zum Buddenbaum zwischen B 475 und Bergstraße in die Überlegungen einzubeziehen.
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Eine Minute später fuhr der Kommandowagen vor dem Rathaus mit eingeschaltetem Martinshorn los. In einer Wohnung im Drubbel brannte ein Computer. Der Löschzug Ennigerloh rückte mit 19 Kräften und fünf Fahrzeugen an, konnte seinen Einsatz aber schnell beenden, da der Brand schon erloschen war.

Um ihren Dienst am Nächsten ausüben zu können, benötigen die Feuerwehrleute ein moderneres Gerätehaus in Ennigerloh. Vom bisherigen Standort Zum Buddenbaum muss sich die Stadt laut mehreren Gutachten trennen. Diese hatten ergeben, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht tragbar wäre und ein Neubau an alter Stelle nicht genehmigungsfähig.

Deshalb schlug die Verwaltung jetzt zwei mögliche neue Standorte vor: auf dem ehemaligen Profilia-Gelände an der Westkirchener Straße und im Bereich zwischen B475 und Bergstraße. Den zweiten Standort, der nur wenige hundert Meter vom alten Gerätehaus entfernt ist und sich ebenfalls an der Straße Zum Buddenbaum befindet, favorisierten alle Fraktionen. Georg Aufderheide (CDU), Hans-Henner Eisenhuth (FDP), Bernhard Dombrink (FWG) und Siegfried Darga (GAL) sprachen sich dafür aus, da dort die vom Gesetzgeber geforderten Hilfsfristen – anders als an der Westkirchener Straße – wie bisher eingehalten werden könnten. Sie bedauerten es jedoch auch, den alten Standort aufzugeben. Jürgen Wagner (SPD) war ebenfalls mit dem neuen Standort an der Straße Zum Buddenbaum einverstanden, zeigte sich aber besorgt mit Blick auf die Kosten. „Am Anfang haben wir über zwei Millionen Euro gesprochen, jetzt sind wir bei fünf Millionen. Es kann nicht sein, dass wir einen Blankoscheck ausstellen, auch vor dem Hintergrund einer freiwilligen Haushaltssicherung.“ Sein allgemeiner Vorschlag, die Kosten zu deckeln, traf im Ausschuss auf Zustimmung. Das Gremium empfahl dem Rat einstimmig, ein neues Gerätehaus zu errichten und als möglichen Standort den Bereich an der Straße Zum Buddenbaum zwischen B 475 und Bergstraße in die Überlegungen einzubeziehen. Die Rettungswache soll laut Bürgermeister Berthold Lülf nach Absprache mit dem Kreis Warendorf am alten Standort bleiben.

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