Nussknacker und Baumschmuck stimmen festlich
Bild: lütke Zutelgte
Bei der Ausstellung „Nussknacker & Co.“ in der Alten Brennerei Ennigerloh waren Erika Steiner und Maria Westerbarkey begeistert von den Holzknackern aus dem Erzgebirge.
Bild: lütke Zutelgte

„Insgesamt zeigen wir rund 200 Nussknacker, die als Leihgaben aus der Bevölkerung zur Verfügung gestellt worden sind“, berichtete die Initiatorin des Museums „Stickerei, Spitze & Co“. Von der Miniatur bis zu einem Meter Größe fielen besonders die gedrechselten Nussknacker aus dem Erzgebirge ins Auge. Farbenfroh und handbemalt in der Gestalt von Königen und Soldaten gehören die Knacker zu den wohl bekanntesten ihrer Art. „Außerdem haben wir einen Knacker für Pekannüsse aus Südamerika“, verweist Monika Schmillenkamp auf das internationale Stück aus geschnitztem Holz.

Die Kunst des Klöppelns

Ute Papmeyer aus Osnabrück demonstrierte die Kunst des Klöppelns. Die seit dem 17. Jahrhundert bekannte Handwerkstradition stammt ursprünglich ebenfalls aus dem Erzgebirge. Sophie Overhage aus Ennigerloh probierte das Klöppeln unter fachkundiger Anleitung. „Klöppelkunst besteht nicht nur aus Tischdecken oder Tischläufern. Sofakissen und Schals oder Dekorationsartikel wie Kerzenmanschetten sind machbar“, sagte Ute Papmeyer. Gearbeitet werde mit Leinen- und Baumwollgarnen verschiedener Garnstärken. Mit den kunstvoll aus Holz gedrechselten Klöppeln werde auf einem Klöppelbrief gearbeitet, die Muster würden in einer technischen Zeichnung festgelegt. „Das Klöppeln besteht nur aus zwei Handbewegungen – Kreuzen und Drehen“, erklärte Ute Papmeyer. Angewendet werden dabei die klassischen Klöppelgrundschläge wie der Leinenschlag, Halbschlag und Ganzschlag.

Baumschmuck aus Papier

Christel Knoblich-Middendorf aus Freckenhorst bastelte Click-Ornamente. Durch Falten, Zusammensetzen und Klicken bedruckter Papierstreifen entstehen Kugeln, die sich als Baumanhänger eignen. Ähnlich werden die Fröbelsterne gebastelt, die Ramona Pilz ausstellte. „Hier werden vier Papierstreifen ineinander geflochten und die Zacken gefaltet.“ Aus zwölf Papierstreifen lassen sich auf die gleiche Weise Bälle herstellen. Außer Basteleien präsentierte die Ausstellung weihnachtliche Stickereiarbeiten.

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