Oldtimertreffen auf dem Hof Kröger
Bild: Schomaerks
Diese beiden Oldtimer gehörten ab 1951 zum Ortsbild von Ostenfelde. Die beiden Veteranenfreunde Ludger Dingwerth und Paul Kröger (v. l.) fahren heute noch mit den Oldtimern durchs Dorf.
Bild: Schomaerks

Draußen erklingt eine röhrende Hupe. Ein hörbares Zeichen, dass Ludger Dingwerth standesgemäß vorgefahren ist. Im alten Ostenfelder Feuerwehrauto von 1951, bei dem das O im Kennzeichen für Ostenfelde steht.

Den Opel Blitz kennen noch viele im Dorf. Dingwerth ist mit dem alten Mannschaftswagen TLF 8 viel unterwegs. „Es ist sein Lieblingsfahrzeug. Damit fährt er auch Brötchen holen“, sagt Borstel. Lange stand der Sechszylinder Benziner, wohl typisch für Oldtimer, in einer Scheune und wartete wie Dornröschen darauf, wachgeküsst zu werden. „Der Lack ist noch im Originalzustand“, berichtet Ludger Dingwerth. Nach der Übernahme hat er den alten Einsatzwagen zuallererst fahrtüchtig gemacht. „Kühler, Bremsen und Wasserpumpe waren dicht oder saßen fest“, zählt er auf. Die besondere Verbindung zu Ostenfelde respektiert der Beelener Speditionsunternehmer. 

Dass das historische Feuerwehrfahrzeug zumindest im alten Amtsbezirk Beelen blieb, dafür sorgte Paul Kröger. Eigentlich sollte er das Fahrzeug übernehmen, doch der Ostenfelder war gerade mit einer eigenen Veteranenvergangenheit beschäftigt. Die hieß Mercedes – Benz L 1113, Baujahr 1975. Sein Vater Paul betrieb ein Fuhrunternehmen mit diesem Fahrzeugtyp, den Mercedes 1959 als sogenannten Kurzhauber L 322 rausbrachte. Bis 1996 wurde das später in L 1113 umbenannte Erfolgsmodell gebaut. Paul Kröger entdeckte diesen aus seiner Kindheit so vertrauten Lkw bei einer Kegeltour auf dem Düsseldorfer Flughafen. „Ein Zufallsfund, der zu kaufen war“, wie er bemerkt. Der Handel war schnell getätigt. Ein Tieflader brachte den gelben L 1113 nach Ostenfelde. In dreieinhalb Jahren wurde er von Grund auf restauriert. Heißt, dass der Oldtimer in seine Einzelteile zerlegt wurde, um ihn dann im Originalzustand wieder aufzubauen.

„Wenn, dann macht man es richtig“, begründet Paul Kröger die aufwendige Restaurierung. Viele Freizeitstunden steckte er mit Freunden in die Restauration. „Trotz harter Arbeit war es eine schöne Zeit“, erinnert sich Mitrestaurator Borstel. Er ist es auch, der auf den eigentlichen Grund des Treffens am Küchentisch zurückkommt: das Oldtimertreffen am 14. Mai.

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