Positive Zeichen für den Rap setzen
Bild: Ludwig
Dem Rap eine positive Note verleihen möchten junge Hip-Hopper, die im Jugendzentrum Ennigerloh musizieren und produzieren. Das Bild zeigt (v. l.) Tobias Rau (15), Bad First (Florian Scharpenberg, 14), Shuby (Marlon Moreno, 15), T-No. 1 (Alex Hart, 15), Amora (Maximilian Hart, 18), Tomylla (Thomas Hylla, 18), A-Kay (Abdul Bitis, 15) und Bela (Bünyamin Yildirim, 18).
Bild: Ludwig

 „Hier war früher ein Fotolabor“, sagt Juzze-Leiter Michael Droste beim Blick auf den schallisolierten Raum, die Mischpulte und Computer. „Wir haben den Raum dank Stadtverwaltung und Sparkasse Münsterland Ost umbauen können.“ Dabei haben allerdings nicht die Mitarbeiter des Juzze Hand angelegt. „Das haben die jungen Musiker in Eigenregie gemacht“, betont Michael Droste stolz.

Für die Rapper zwischen 15 und 18 Jahren sind die Arbeiten im Studio noch lange nicht abgeschlossen. „Wir wollen in Zukunft auch professionelle Videos für unseren YouTube-Kanal produzieren“, gibt T-No. 1 (Alex Hart)  das Ziel vor. Der Musikliebhaber hat im Rap seine Ausdrucksform gefunden.

So geht es auch Bad First (Florian Scharpenberg), den Freunde auf die Hip-Hop-Schiene gebracht haben. Shuby (Marlon Moreno) vergisst beim Rappen seine Sorgen und seinen Stress. Auf diese Weise haben sich verschiedene Rapper im Juzze eingefunden, um gemeinsam Musik zu machen. Doch wie klappt da die zeitliche Absprache? „Wir haben bei Facebook einen Chat, über den wir unsere Zeiten austauschen. Außerdem sind die meisten von uns eh jeden Tag hier“, sagt A-Kay. Er freut sich auch über den guten Zulauf. „Einige von uns sind schon länger dabei und wir helfen dann den Einsteigern bei der Technik im Studio.“ Droste ergänzt: „Die Jungs sind alle sehr kollegial und helfen sich immer.“

Menschen, die Hip-Hop eher kritisch gegenüberstehen, begegnet A-Kay mit positiven Argumenten. „Es stimmt, dass durch den Gangsta-Rap der Eindruck entsteht, wir lungerten alle nur auf der Straße herum und machten Leute an. Aber das stimmt  schon deshalb nicht, weil wir von der Straße weg- und ins Rap-Labor des Juzze hineingehen. Außerdem rappen wir alle hier über viele positive Dinge.“ Bad First ergänzt: „Es ist nicht immer gut, wie manche Rapper sich in der Öffentlichkeit darstellen. Das muss positiver werden – und wir machen da gern mit.“

Die Juzze-Rapper gibt es auch bei youtube: www.youtube.com/rapvegaz und www.youtube.com/dutube22.

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