Proben laufen für neues Theaterstück
Bild: Rautenstrauch

Für das neue Stück des Plattdeutschen Theaters Ostenfelde „Düwel nomaol! oder Et stonn in de ‚Glocke’“ üben die Darsteller regelmäßig auf der Bühne im Hotel Kröger. Das Bild zeigt (v.l.) Elisabeth Wehling, Reinhilde Schoppmann und Hans Schwartze. 16 Darsteller wirken in dem neuen Stück mit.

Bild: Rautenstrauch

Das neueste Werk des Autoren und Regisseurs des Plattdeutschen Theaters in Ostenfelde heißt „Düwel nomaol! oder Et stonn in de ‚Glocke’“. Es feiert am Freitag, 6. Januar 2012, Premiere.

Die Geschichte spielt im Jahr 1880 und im Dorf Ostenfelde ist der Ausrufer Fennand Köster für eine seiner Meinung nach bedeutende Aufgabe zuständig. Er verkündet an jedem Sonntag auf dem Dorfplatz die neuesten örtlichen Nachrichten. Eines Sonntags erscheint dabei ein Herr aus Oelde: Es ist der Herausgeber der in Kürze erscheinenden Tageszeitung „Die Glocke“. Er ist in jeder an Oelde grenzenden Gemeinde auf der Suche nach jemandem, der künftig die neuesten Nachrichten aus seinem Ort der Redaktion in Oelde zukommen lässt. Dafür ist Fennand Köster in Ostenfelde am besten geeignet, und er macht sich mit Eifer an seine neue Aufgabe.

Als die Klatschbase Therese Timpen den Teufel an einem Brunnen in der Nähe der Ruine Nienburg gesehen haben will, ist nicht nur das Dorf in heller Aufregung. Ein echter Teufel? Das ist genau die Nachricht, die das Dorf Ostenfelde braucht, um in der „Glocke“ berücksichtigt zu werden. Der Chefredakteur persönlich kommt nach Ostenfelde, um die Ruine Nienburg und den Brunnen in Augenschein zu nehmen. Gibt es den Teufel wirklich? Aber wer verbirgt sich hinter seiner Maske, wenn es ihn nicht gibt?

Die Schauspieler proben bereits seit Wochen für das plattdeutsche Stück – und sind begeistert: „Hans hat jedem von uns die Rolle auf den Leib geschrieben“, berichten Rudolf Splietker, der Engelbert Holterdorf, den Gründer der Heimatzeitung „Die Glocke“ spielt, und Theater-Urgestein Helmut Kröger, der den Tagelöhner Franz Timpen mimt.

Für viel Humor bei dem spannenden Stück aus der Feder von Hans Schwartze sorgen wie gewohnt schräge Charaktere, allerlei Verwicklungen und launige Sprüche wie diese: „Du kanns ut’n Piärappel kine Billardkugel maaken.“ und „In düt Duorp sin dat gröttste Üwel de Fraulüe un nich de Düwel.“ oder „Kick de Threse maol üm’t Eck, dann löpp söfst de Düwel weck.“

 

Mehr zum neuen Stück des Plattdeutschen Theaters Ostenfelde lesen Sie in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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