Projekt Nienburg-Ruine abgeschlossen
Archivbild: Hübl
Mitglieder des Arbeitskreises Dorfentwicklung Ostenfelde haben dabei geholfen, die Nienburg-Ruine zu erhalten. Die Helfer bauten unter anderem eine Behelfsbrücke zum Bodendenkmal.
Archivbild: Hübl

Der Arbeitskreis Dorfentwicklung Ostenfelde betrachtet das Projekt Zukunftssicherung der Nienburg-Ruine als erfolgreich abgeschlossen. Christian Steinmeier, Wissenschaftlicher Referent des LWL-Kulturdiensts Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, habe sich zufrieden mit der Qualität der Erhaltungsmaßnahmen gezeigt, die Mitglieder des Arbeitskreises sowie eine Restaurations-Firma an dem Bodendenkmal geleistet hätten. Das habe er bei einem Ortstermin mit Vertretern des Schlosses Vornholz, der Stadt und des Arbeitskreises bestätigt.

Der Zustand der Nienburg-Ruine hatte sich in den vergangenen Jahren derart verschlechtert, dass die Fachleute eine allmähliche Auflösung der Mauerreste befürchteten. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung versuchte laut eigenen Angaben seit mehr als vier Jahren, den Fortbestand des Kulturguts zu sichern. Diese komplizierte Aufgabe habe darin bestanden, die Auflagen der unterschiedlichen Behörden im Hinblick auf Archäologie und Ökologie mit dem Interesse des Eigentümers, der Familie von Bose, zu bündeln und dabei noch eine belastbare Finanzierung auf die Beine zu stellen („Die Glocke“ berichtete). Der verstorbene ehemalige Ennigerloher Bürgermeister Walter Tillmann habe eine feste Zusage von Geldmitteln aus der Kulturstiftung der Ämtersparkasse Oelde-Ennigerloh für das Projekt erreichen können.

Im Schulterschluss nahmen alle Beteiligten das Unterfangen in Angriff. Doch es habe Rückschläge gegeben, und das Projekt sei fast gescheitert. Die Wende habe eine Zusage des LWL aus Münster gebracht, der inzwischen den kulturellen Wert dieser in der Region einmaligen Anlage berücksichtigt habe. Auch einen finanziellen Beitrag für die nur durch einen Fachbetrieb zu leistenden Sanierungsarbeiten seien in Aussicht gestellt worden. Mitglieder des Arbeitskreises bauten eine Behelfsbrücke, um den Restaurateuren der Fachfirma den Weg zum Burgfried zu ebnen. Sie übernahmen Rodungsarbeiten auf der Insel, die teilweise Entfernung des Mauerbewuchses und den schwierigen Aushub der inneren Ruine. Die Firma schloss anschließend die an enge Vorgaben gebundenen Sanierungsarbeiten ab.

Der Arbeitskreis plant nun den Rückbau der Behelfsbrücke und nach Erlaubnis des Eigentümers eine Freischneideaktion vom wuchernden Unterholz. Damit sei das Projekt Nienburg abgeschlossen. Mit einer Sanierung der Gräften sei aus diversen Gründen mittelfristig nicht zu rechnen.

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