Rampenlicht stärkt Selbstbewusstsein
Bild: Hövelmann
Ob Jongleure, Fakire oder Clowns – während der zweistündigen Vorstellungen im Zelt des Zirkus Rondel auf der Wiese am Stavernbusch in Ennigerloh gibt es einiges zu erleben.
Bild: Hövelmann

Dort fiebern ihre Mitschüler bereits dem eigenen Einsatz entgegen. Die Proben im Zirkuszelt auf der Wiese am Stavernbusch in Ennigerloh laufen an diesem Morgen auf Hochtouren.

„Wertvolle Erfahrung“

Vivien ist eines von gut 300 Kindern der Schulgemeinschaft der Mosaikschule, das an dem Zirkusprojekt teilnimmt. „Für die Jungen und Mädchen ist der Schritt ins Rampenlicht eine wertvolle Erfahrung“, sagt Ortmann. „Das Projekt stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert die Motorik.“ Der Artist spricht aus Erfahrung: Seit 1994 ermöglicht seine Familie dem Nachwuchs erlebnisreiche Einblicke in die Zirkuswelt.

Die Mosaikschule möchte mit dem Projekt vor allem eines: das Gemeinschaftsgefühl der Jungen und Mädchen fördern. „Jeder hat Stärken und Schwächen“, stellt die kommissarische Schulleiterin Janin Celikel heraus. Während der eine besonders akrobatisch sei, überzeuge der andere mit seinem artistischen Können oder seiner Komik. Indem diese Vielfalt herausgestellt werde, wachse das Verständnis füreinander. „Die Kinder lernen, sich bei Problemen gegenseitig zu helfen und zu ergänzen“, bekräftigt sie.

Sechs Monate haben die Vorbereitungen für das Zirkusprojekt an der Mosaikschule in Anspruch genommen. Bei drei Vorstellungen am heutigen Freitag und morgigen Samstag werden die Schüler ihr Können nun präsentieren. Zwei Stunden dauert das Programm – eine Pause inklusive. Um Essen und Getränke haben sich die Fördervereine der Schule aus Ennigerloh und Ostenfelde sowie der Zirkus gekümmert.

Für den Termin am heutigen Freitag, 14.30 Uhr, sind noch Restkarten im Sekretariat der Mosaikschule in Ennigerloh und an der Tageskasse des Zirkus erhältlich.

Ob Jongleure, Bauchtänzerinnen, Fakire, Clowns oder Akrobaten – je nach Neigung und Talent übt der Nachwuchs derzeit für seinen großen Auftritt. „Dass ein Kunststück mal nicht auf Anhieb funktioniert, ist normal“, sagt Janin Celikel. In dieser Situation sei Durchhaltevermögen gefragt – nach dem Motto: hinfallen, aufstehen, weitermachen. „Es kommt der Zeitpunkt, an dem es gelingt“, sagt sie. Dann sei die Freude umso größer. „Aus Erfahrungen wie diesen werden die Kinder künftig schöpfen“, ist sich Janin Celikel sicher.

Projekt ist ein Erfolg

Bereits jetzt ist das Projekt ein Erfolg, das verrät nicht zuletzt der Blick in die zufriedenen Gesichter des Nachwuchses. „Auch wenn das Training anstrengt – es macht vor allem Spaß“, betont Vivien, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hat. Ein Kribbeln im Bauch? „Ja, das habe ich schon“, sagt die Neunjährige. „Ganz normal“, meint Ortmann. Eine gewisse Aufregung gehöre in der Manege dazu.

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