Sanierung ist Pflicht der Stadt
Bild: Junker
Der Ausschuss für Soziales, Kultur, Sport und Schulen Ennigerloh hat sich dafür ausgesprochen, rund 1,5 Millionen Euro für die weitere Sanierung der Mosaikschule in den Haushalt 2018 einzustellen.
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Mosaikschule: Die SPD hatte sich zunächst dafür ausgesprochen, die Sanierung der Grundschule, die Anfang November in die ehemalige Realschule umgezogen war, angesichts klammer städtischer Kassen nach hinten zu stellen. „Wir haben kein Geld“, sagte Uwe Schembecker. Architekt Thomas Becker erklärte, dass die Grundschule zwar fertig sei. „Eine gute Funktionsfähigkeit ist derzeit aber nicht gegeben.“ Vor allem die Elektrotechnik des Verwaltungs- und Klassentrakts, die Akustikdecke und die Böden der OGS sowie die Heizungsanlage müssten dringend erneuert werden. Es gehe nicht um Schönheitsreparaturen. „Wenn wir die Dinge jetzt nicht angehen, holen sie uns später wieder ein“, machte Becker deutlich.

Thomas Kamp-Deister von der Grün-Alternativen Liste betonte, dass es bei der Maßnahme nicht um irgendein Kunstwerk auf dem Marktplatz gehe. „Es ist lächerlich, wie hier diskutiert wird. Die Sanierung ist nicht die Kür, sondern die Pflicht einer Stadt.“ In die gleiche Kerbe schlug die FDP. „Wir haben ,Ja’ zur Schulbildung gesagt, dann müssen wir auch ,Ja’ zu den Kosten sagen“, erklärte Claudia Heller von den Liberalen. Nach einer Sitzungsunterbrechung empfahlen die Mitglieder dem Rat schließlich einstimmig, das Geld in den Etat für kommendes Jahr einzustellen.

Gesamtschule: Der Ausschuss empfahl dem Rat ebenfalls, die Finanzmittel für den Umbau und den Neubau für die künftige vierzügige Sekundarstufe II in den Etat für die Jahre 2018 bis 2020 einzustellen. Dazu kommt die Sanierung der ehemaligen Mosaikschule an der Ludgerusstraße, in der die Klassen 5 bis 7 untergebracht werden sollen, die mit 2,9 Millionen Euro zu Buche schlägt. Diesmal äußerte die CDU angesichts der angespannten Haushaltslage Bedenken und enthielt sich bei der Abstimmung. Bürgermeister Berthold Lülf erklärte, dass mit der Fertigstellung der Maßnahme die Schulcontainer nicht mehr gebraucht und durch die energetische Verbesserung die Bewirtschaftungskosten deutlich gesenkt würden. Bei einer Abschreibungsdauer von 80 Jahren entstünden somit Kosten von nur noch rund 50 000 Euro pro Jahr.

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