Schon vor Fusion eine Einheit gewesen
Bild: Rautenstrauch
Die Anfang November vollzogene Fusion gebe es nur auf dem Papier, meint Diakon Paul Sommer. Die vier katholischen Gemeinden der neuen Pfarrei St. Jakobus Ennigerloh hätten bereits vorher eine Seelsorgeeinheit gebildet.
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„Wir waren bereits vor der Fusion, die am 1. November mit einem besonderen Gottesdienst vollzogen wurde, eine Seelsorgeeinheit, deren Gemeinden gut zusammengearbeitet haben“, betont Diakon Paul Sommer, Seelsorger in der neuen Pfarrei, die rund 12 000 Gläubige umfasst. „Die Fusion gibt es doch nur auf dem Papier“, sagt er, „im Alltag binden sich die Menschen der einzelnen Gemeindebezirke weiterhin in ihren Lebenswelten der umliegenden Orte ein.“

Diakon Sommer weiß, wovon er spricht. Seit 15 Jahren ist der Seelsorger in St. Laurentius tätig. Mit der Emeritierung von Pfarrer Klaus Lammers im April 2015 und der Fusion der katholischen Pfarrgemeinden hat der 54-Jährige, der gebürtig aus Ahlen stammt, auch weitere Aufgaben in der Gemeinde St. Margaretha Ostenfelde übernommen. „Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt mit Pfarrer Lammers, der als im Ruhestand lebender Priester auch weiterhin einige Aufgaben in St. Margaretha beibehalten wird, in den Gemeinden St. Laurentius und St. Margaretha. Während Pfarrer Dieckmann als leitender Pfarrer mit Pastoralreferentin Sabine Grimpe, Pastoralassistent Philipp Lammering, Pfarrer Sebastian und Pfarrer Heinekamp die größere Gemeinde St. Jakobus und St. Mauritius begleitet.“

Über irgendwelche Grenzen springen – das musste man in den Gemeinden bei der Zusammenlegung nicht. „Das ist auch nicht gewollt“, verdeutlicht Diakon Sommer. „Das Gemeindeleben in den Orten wird fortgeführt, denn es wird dort weiterhin Menschen geben, die die Arbeit prägen.“

„Die angestoßene Reform der Pfarreien ist angesichts der stetig zurückgehenden Zahl der Kirchgänger und sinkender Priesterzahlen unvermeidbar gewesen, doch die letzte Lösung ist das bestimmt nicht“, meint Paul Sommer. Die Pfarrei neuen Typs biete Möglichkeiten: „Gläubige können die Angebote verschiedener Kirchorte annehmen“, sagt Sommer.

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