Schülerfirma stellt Tische und Bänke her
Bilder: Hübl
Probe gesessen auf ihren selbst hergestellten Bänken haben am Freitag Zehntklässler und Lehrer der Ennigerloher Anne-Frank-Hauptschule. Zu Gast waren Auszubildende der Firma Bohle, die bei dem Projekt Schülerfirma geholfen haben.
Bilder: Hübl

Am Freitag gaben sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Bierzeltgarnituren hergestellt

Im Werkraum riecht es nach Holz. Dort wird gebohrt, geschraubt und geschliffen, denn es gilt, vor dem letzten

Schultag noch bestehende Aufträge fertigzustellen. Bierzeltgarnituren, bestehend aus zwei Bänken und einem Tisch, bauen die acht Schüler und eine Schülerin unter Anleitung von Werklehrer Willi Geiskämper. Dabei achten alle darauf, dass die Arbeiten akkurat ausgeführt werden.

„Um besser produzieren zu können, haben wir die Arbeit in verschiedene Schritte aufgeteilt, für die die Schüler verantwortlich sind“, erklärt Geiskämper. So stellt Philipp Stabilisierungsleisten her und versieht sie mit Bohrlöchern.

Patrick und André verleimen und verschrauben sie im nächsten Arbeitsschritt. Inzwischen hat Johannes die Sitzfläche mit Querleisten verschraubt, sodass Nils die Beine montieren kann. Schritt für Schritt nimmt die Bank, deren Oberfläche Marion mit einem Schwingschleifer den letzten Schliff verpasst, Konturen an.

Stolz auf Klappmechanismus

Besonders stolz sind alle auf den Klappmechanismus, dessen Beschläge Auszubildende der Firma LB Bohle entwickelt und gefertigt haben. „An der Halterung der Rückenlehne haben wir ein paar Veränderungen vorgenommen“, sagt Jan-Bernd Sändker, Auszubildender bei Bohle, der mit seinem Kollegen Matthias Liekenbröker die Schülerfirma besucht hat. „Jetzt ist sie noch stabiler, und es ist einfacher, sie herzustellen.“ Bierernst geht es beim Bau der Bierzeltgarnituren nicht zu. „Die Arbeit macht Spaß“, sagt Johannes Westkämper stellvertretend für alle. „Das ist besser als Kunstunterricht“, ergänzt Nils Senger. Und Marion Lückemeier findet es als einzige Schülerin „cool“ in der Gruppe.

Normalerweise arbeiten sie einmal wöchentlich in einer Doppelstunde zusammen. „Doch da wir noch einige Aufträge fertigstellen mussten, darunter zwei Gartenbänke und ein paar Gartensessel, haben wir zum Abschluss des Schuljahrs drei Projekttage durchgeführt“, sagt Geiskämper. „Aber jetzt wird erst einmal Probe gesessen. Schließlich muss die Garnitur halten.“

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