Schülerlotsen tragen Dienst zu Grabe
Bild: Köß
„Die trauernden Lotsen der Mosaikschule“ trugen beim Ennigerloher Karnevalsumzug ihren Dienst zu Grabe.
Bild: Köß

13. Auflage mit 1500 Teilnehmern

Zum 13. Mal rollte der Karnevalsumzug durch die Drubbelstadt. Unter dem Motto „Hölle von Narren annektiert – der Döüwel beißt sich in den Stiärt“ zog der närrische Lindwurm durch die Gassen. Die eigentliche Unglückszahl 13 hatte glücklicherweise keine Auswirkungen auf das närrische Treiben – alles lief reibungslos ab und sogar der Wettergott hatte nach der stürmischen Weiberfastnacht ein Einsehen. Der närrische Lindwurm setzte sich mit seinen 1500 Teilnehmern pünktlich in Bewegung. Tausende begeisterte Zuschauer jubelten den kunterbunten Fußgruppen und aufwändig gestalteten Wagen zu. 52 Züge mit Narren in fantasievollen Kostümen bewegten sich auf der zweieinhalb Kilometer langen Strecke.

Narren nehmen lokale Themen aufs Korn

Wie es sich für die Karnevalsprominenz gehört, waren Trude (Ute Henkenjohann) und Erna (Manuela Kalthoff) ein besonderer Hingucker. Sie wurden im offenen Cabrio durch die Stadt chauffiert. Das närrische Volk nahm auch lokale Themen auf die Schippe. Die Ehemaligen brachten als Straßenlaternen Licht nach Ennigerloh. Immerhin gehe bei ständigen Geschäftsleerständen irgendwann ganz das Licht aus. Die trauernden Lotsen der Mosaikschule trugen düster gekleidet ihren Lotsendienst zu Grabe. Die Hubertusjecken nahmen die Politik aufs Korn unter dem Motto „Das Politiktheater in Ennigerloh gleicht manchmal der Muppet-Show“. Aus Oelde kamen Last UniKorn’s, die angesichts des US-Präsidenten Trump rieten: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Einhorn her“. Wieder dabei war der SK Helau aus Sünninghausen mit Prinz David I. Brinkmann, ebenso die Prinzessin Bärbel I. Wilkes aus Enniger vom KKE. Höhepunkt des Zugs war das Eintreffen des Prinzenwagens mit Prinz Martin I. Schaap sowie seiner Adjutantin Luzi Renne und Adjutant Wilfried Groschke auf dem Marktplatz. Luzi Renne zeigte sich begeistert: „Es ist der Wahnsinn hier, sowas von genial.“ Im Anschluss an den Umzug wurde kräftig auf dem Marktplatz weitergefeiert, geschunkelt und gesungen – mit Unterstützung der Drubbelaner Heinz-Dieter Kalthoff, Markus Koch und Willi Hermeier.

Beste Wagen und Fußgruppen

Eine Reise zurück in die Zeit der Hippies inklusive kunterbuntem VW-Bus und Schlaghosen in grellen Farben brachte der KG Kein Hand, Kein Fuß aus Ennigerloh den ersten Platz der schönsten Motiv-Wagen ein. Auf den zweiten Platz wählte die Jury KG@eilt, die als wandelnde Bierflaschen das Lieblingsgetränk der Karnevalisten durch die Stadt trug. Dritter auf dem Siegertreppchen der Wagen wurde die KG Rot-Weiß-Prost. Auf ihrem Wagen tummelten sich unter dem Motto „Früher war alles besser“ unter anderem Figuren aus Star Trek, Udo Lindenberg und Rockabillys aus den 1950er-Jahren. Erster bei den Fußgruppen wurden Die Ehemaligen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, mit aufwändig gestalteten Laternen-Kostümen wieder mehr Licht in die Drubbelstadt zu bringen. Auf den zweiten Platz kamen die riesigen Kraken der Gruppe Der Flotte Schuh. Wie in den beiden Jahren zuvor gab es bei den Fußgruppen wieder drei dritte Plätze. Diese wurden von den „Zockerladys“, die als Näherinnen unterwegs waren, den Krümelmonstern der „Blauen Engel“ und den Laternen der „Stachelbären und Freunde“ belegt.

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