Schule war ihr eine Herzensangelegenheit
Bild: Hübl
Einen Koffer voller Erinnerungen überreichte Bürgermeister Berthold Lülf der Schulleiterin Maria Hagström, die nun in den Ruhestand geht.
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Nach 22 Jahren nahmen Kollegen, Vorgesetzte, Mitstreiter, Vertreter von Rat und Verwaltung, Kirchen, Freunde und natürlich die Schüler Abschied . Mit großen bunten Buchstaben hatten Schüler und Schulteam „Auf Wiedersehen“ an die Fenster des Schulgebäudes geklebt, so dass die zahlreichen Gäste der Feierstunde schon von weitem wussten, was sie erwarten würde.

In der Aula der St.-Marien-Grundschule hatten sich eine große Gruppe eingefunden, um Maria Hagström nach 22 Jahren als Schulleiterin in den Ruhestand zu entlassen. Sie zu entlassen, hielt Bürgermeister Berthold Lülf für eher unpassend, denn schließlich gelte es vielmehr, die dienstälteste Schulleiterin der Stadt in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden, die „Furchen auf dem Bildungsacker Enniger hinterlassen hat.“ „Die St.-Marien-Grundschule ist als eine lernende Schule zu verstehen“, machte Schulamtsdirektorin Karin Sannwaldt-Hanke deutlich, in der das Motto „Leben, Lernen, Lachen“ gelebt werde.

Die scheidende Schulleiterin habe mit großem Engagement und hohem Verantwortungsbewusstsein dazu beigetragen, die Schule zu dem zu machen, was sie heute sei. Dazu habe Hagström den nötigen Weitblick, aber auch die nötige Hartnäckigkeit besessen, und beides für die Entwicklung der Schule eingesetzt, hob der Bürgermeister hervor. Und als Zeichen seiner Dankbarkeit für die gute geleistete Arbeit hatte er, sehr zur Freude der Versammlung, einen Hit, in dem Hildegard Knef einen Koffer besungen hat, kurzerhand umgetextet.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit Hagströms war die Verankerung des Englischunterrichts in der Grundschule. „Das war für Dich nicht nur eine fachliche Herausforderung“, erklärte Brigitte Schlüter im Namen des Kollegiums. „Sondern eine Herzenssache.“ Genauso wie die zahlreichen außerschulischen Aktivitäten, die die Schulleiterin in den mehr als zwei Jahrzehnten angestoßen hat.

Neben den zahlreichen Reden und Glückwünschen wurde auch gesungen, Theater gespielt und musiziert. Die Klasse drei führte das Stück vom „Gingerbread Man“ auf, und die Klassen vier tanzten und brachten Maria Hagström ein selbstgedichtetes Abschiedsständchen. „Frau Hagström geht in Ruhestand, der Kapitän geht von Bord. Kommt ihr nächstens in die Schule, ist sie weg und nicht mehr dort“, sangen sie – und da wurde es nicht nur der scheidenden Schulleiterin warm ums Herz.

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