„Schwienskraom“ kommt an beim Publikum
Bild: Hübl
Die Premiere des Lustspiels von Autor, Regisseur und Darsteller Hans Schwartze hat den Geschmack des Publikums des Plattdeutschen Theaters Ostenfelde getroffen. Das Bild zeigt (v. l.) Gertrud Wellerdiek, Heike Schwartze, Michael Horstmann, Reinhilde Schoppmann, Tönne Schmalbrock, Claudia Horstmann und Elisabeth Wehling.
Bild: Hübl

So liebt das Publikum die Laienschauspielerin des Plattdeutschen Theaters Ostenfelde. Und so steuert sie am Samstagabend ihren Teil zur gelungenen Premiere des neuen Lustspiels „Schwienskraom“ im Saal Kröger bei. Wieder einmal geht es auf den Ostenfelder Brettern, die die Welt bedeuten, turbulent zu.

Der klamme Gutsbesitzer Baron vom Homstedt lebt in einem desolaten Schloss, das ihm gar nicht mehr gehört. Kunststofffabrikant Baunengeiter hat der Adelsfamilie in der Vergangenheit so viel Geld geliehen, dass er der Besitzer ist. Und nun wollen Plastik-Franz, seine Gattin Hermine und Tochter Elvira mit ihren sechs Kindern das Kommando auf dem Schloss übernehmen.  Dazu soll der Baron Elvira zur Frau nehmen. Doch da hat die neureiche Familie die Rechnung ohne die Bediensteten des Barons gemacht. Sie schmieden eine ungewöhnliche Allianz, in der Hausdame, Diener, Dienstmädchen und als treibende Kraft die Schweinemagd Trude nur ein Ziel haben: den Besitz zu verteidigen.

Nicht mit Gewalt, sondern mit List und Tücke. Unterstützung erhält das Bündnis von zwei Handwerksgesellen, die es faustdick hinter den Ohren haben, einem umtriebigen Makler und einem zwielichtigen Titelhändler. Mit seinem neuen Lustspiel trifft Autor, Regisseur und Darsteller Hans Schwartze wieder einmal den Geschmack des Publikums, das wurde in den drei Akten klar. Von Beginn an wurde viel gelacht, das Publikum hatte sichtlich Spaß an der zum Teil deftigen, aber auch fein pointierten plattdeutschen Sprache. Die Laiendarsteller nahmen die Zuschauer mit auf eine Reise in das Jahr 1957, und das war auf der Bühne allgegenwärtig.

Stimmige Kostüme, ein aufwendiges Bühnenbild, das den Dreiakter prächtig in Szene setzt und für das es zu Beginn des Schlussakts einen Sonderapplaus gab, sowie die Spielfreude der Akteure sorgten für einen herausragenden Theaterabend in einer nicht mehr alltäglichen Sprache.

Mehr über das Theaterstück und die Aufführungstermine erfahren Sie in der morgigen Ausgabe auf der Ennigerloher Seite der „Glocke“.

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