Scotty’s nimmt Abschied mit den Backbeats
Bild: Ludwig
Nach 15 Jahren schließt die Musikkneipe Scotty’s am Samstag, 29. März. Einen Tag vorher, wird mit den Backbeats, der Band von Dick Brave, noch ein Konzerthighlight zum Abschluss geboten. Das Bild zeigt den Kneipenwirt André Bruchmann, besser bekannt als „Scotty“. Interessenten, die die Kneipe fortführen möchten, können sich bei ihm melden.
Bild: Ludwig

An die Konzerte erinnert er sich besonders gern. „Ich habe die Kneipe 1999 eröffnet. Damals hatte ich keinerlei Kontakte in die Musikszene und fing ganz klein an.“ Zu Beginn traten die Bands zwei- bis dreimal pro Monat auf, inzwischen wird einmal pro Monat ein Live-Act geboten. „Ich habe Bekannte angesprochen und langsam ein Image aufgebaut“. Nach zwei bis drei Jahren wendete sich das Blatt. „Seitdem werden wir von Agenturen und Musikern angesprochen“, berichtet der Wirt stolz. „Das ging so weit, dass wir viel mehr Anfragen bekamen, als wir je an Terminen hätten anbieten können.“

Gemeinsam mit seinen Eltern und zwei Mitarbeiterinnen an der Theke führte er das Scotty’s. „Als ich meinen Eltern damals sagte, dass ich eine Kneipe aufmache, haben sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“, erinnert er sich schmunzelnd. Doch sie hätten immer hinter ihm gestanden und ihn unterstützt. „So konnten wir immer eine gute Stimmung rüberbringen. Das haben die Gäste gemerkt, und sie sind gern gekommen.“

Auch bei den Bands habe sich schnell herumgesprochen, dass es in Ennigerloh eine Kneipe mit einer besonderen Atmosphäre gebe. „Die Musiker sind nicht wegen des Geldes, sondern wegen der guten Stimmung und dem direkten Kontakt zu den Gästen gekommen“, betont Bruchmann. Auch die Gäste schätzen die Nähe zu den Bands. „Einmal kamen Konzertbesucher aus Bremen, die meinten, so ein Club wie das Scotty’s würde bei ihnen fehlen.“

Das Nichtrauchergesetz habe ihm viele Gäste vertrieben, erklärt André Bruchmann, warum er das Scotty’s aufgibt. „Außerdem werden Kneipenbesuche generell weniger.“ An den Nachbarn liege es nicht. „Wir hatten am Anfang einige Beschwerden, doch inzwischen haben wir ein sehr gutes Verhältnis.“

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