Spieler erweisen Ascheplatz die letzte Ehre
Bilder: lütke Zutelgte
Jung gegen Alt: Beim Asche-Abschieds-Spiel traten am Samstag aktuelle und ehemalige Spieler des SuS Ennigerloh zum letzten Spiel auf der roten Asche an. Der Tennenplatz am Stavernbusch, der fast 80 Jahre auf dem Buckel hat, wird in Kürze einem Kunstrasen weichen. Die Bauarbeiten sollen bereits in zwei Wochen beginnen. Bei Abschieds-Spiel wurden kleine Mengen der Asche als Erinnerungsstücke verkauft.
Bilder: lütke Zutelgte

Die Asche wird einem Kunstrasen weichen.

Aktuelle und ehemalige Spieler traten unter brennender Sonne zum letzten Fußballspiel auf dem Tennenplatz am Stavernbusch an. Unter den Abschiedsgästen war auch Franz Himler, der seit 1969

bis zu seiner Rente als Platzwart für den SuS Ennigerloh tätig war. Von 1970 bis 1997 bewohnte der heute 76-Jährige die rund 100 Quadratmeter große Wohnung im ehemaligen Umkleidegebäude. „Früher haben auch die Handballer des TVE hier auf dem Ascheplatz Großfeldspiele ausgetragen“, erinnerte sich der Rentner.

Für das Asche-Abschieds-Spiel am Samstag durchforstete der Ennigerloher alte Bücher, in denen er alle Fußballspiele des SuS mit Bildern, Texten und Zeitungsartikeln dokumentiert hatte. „Da werden Erinnerungen wach“, sagte Franz Himler. Einige der

Altspieler waren auch zum Abschiedsspiel gekommen. Gemeinsam mit Theo Michelswirth, Berni Groschke, Udo Kalb, Frank Sgundek, Hubert Steinberg, Ulrich Bloscheck und Heribert Horstmann ließ der 76-Jährige vergangene Fußballzeiten wieder aufleben.

Auch Berni Groschke nahm Abschied von der Asche. Er hatte mehr als 600 Spiele für die erste Herrenmannschaft des SuS Ennigerloh bestritten und erinnerte sich an erfolgreiche Spieltage mit weit mehr als 1000 Zuschauern.

Zum Preis von einem Euro verkaufte der Förderverein Pro Kunstrasen kleine Asche-Päckchen als Andenken. Die Vorfreude auf den Kunstrasenplatz sei riesengroß, betonte SuS-Vorsitzende Marion Allmendinger. Deshalb trenne man sich mit zwei lachenden Augen von der Asche. „Auf dem Platz wurden viele Spiele ausgetragen. Wir haben viel gewonnen, viel verloren und gute wie schlechte Zeiten durchlebt.“

In zwei Wochen würden die Bagger anrücken und die Bauarbeiten beginnen – der erste Schritt zum lang ersehnten Kunstrasenplatz.

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