Stachelbären im bunten Federkleid
Bild: Tenbrock
Ein Blickfang verspricht das Kostüm der Fußgruppe „Stachelbären und Freunde“ zu werden: Inge Kammering präsentiert das Federkleid.
Bild: Tenbrock

Seit der närrische Lindwurm vor acht Jahren wieder rollt, begeistern sie jedes Jahr die Zuschauer an den Straßen mit neuen Kostümen: 2005 als Pommestüte, dieses Jahr als „Ein Haufen stolzer Vögel“. Das berichtet Dietlind Tacke. Bei ihr laufen auch alle Fäden zusammen.

 Neun Frauen haben es sich im Kellerraum gemütlich gemacht, um zu schneiden, zu kleben und zusammenzustecken. Augenmasken werden mit bunten Federn geschmückt, Federboas kreiert und Armreifen gebastelt.

Unterstützt werden sie von Markus von Nahmen und Rüdiger Tacke, die für das Aussägen von Holzbrettern zuständig sind. Darein werden später Staubwedel für das Federkleid der bunten Vögel gesteckt. Insgesamt 250 Staubwedel seien dafür besorgt worden.

 „Im November vergangenen Jahres haben wir angefangen, uns Gedanken um das Kostüm zu machen“, sagt Sigrid Fuhs. Ehrensache sei, dass jedes Jahr ein anderes Kostüm entworfen und immer selbst geschneidert werde. „Wir möchten eine Verkleidung haben, die keiner hat“, lautet die Maxime der Fußgruppe.

Tabu seien politische Themen. Allenfalls werde manchmal Bezug auf Ennigerloher Ereignisse genommen. So wie 2005, als die „Stachelbären und Freunde“ als Pommestüten unterwegs waren - „eine Anspielung darauf, dass damals so viele Imbissbuden in der Stadt aufgemacht hatten“, erinnert sich Sigrid Fuhs.

 Fünf Treffen, rund 25 Stunden Arbeit und jede Menge Spaß liegen hinter den Frauen und Männern, wenn sie als Fußgruppe am 9. Februar in ihren farbenfrohen Vogel-Kostümen zum Karnevalsumzug aufbrechen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der „Glocke“.

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