Steine sollen zum Lächeln bringen
Bild: Fietz
Um die Ennigerloher Windmühle schlängelt sich mittlerweile eine fast vollständige Kette selbst bemalter Steine. Auch an vielen anderen Orten in Ennigerloh sind diese Schmuckstücke zu finden. Die Aktion ist eine Idee von Philipp Maksalon, der die Facebook-Gruppe „Ennigerloher Steine“ im vergangenen Herbst gegründet hat.
Bild: Fietz

Regenbogen, Herzen, die italienische Flagge, eine Katze – bunter sahen gewöhnliche Steine wohl nie aus. Um die Windmühle schlängelt sich mittlerweile eine fast vollständige Kette der selbst bemalten Schmuckstücke, aber auch am Schloss Vornholz und an vielen anderen Orten finden sich die Steine.

„Freuen, posten und neu auslegen“

Ihren Ursprung nahm die Aktion mit der Facebook-Gruppe „Ennigerloher Steine“, die im vergangenen Herbst von Philipp Maksalon gegründet wurde. Das Prinzip ist einfach: Ein Stein wird bemalt und an einem belebten Ort ausgesetzt. Findet ihn jemand, fotografiert er dieses Exemplar, postet ihn in der Gruppe und setzt ihn woanders wieder aus. Wer selbst einen Stein bemalt, sollte auf seine Rückseite den Gruppennamen „Ennigerloher Steine“, das Facebook-Symbol und den Hinweis „freuen, posten + neu auslegen“ schreiben, damit die Aktion möglichst weiter verbreitet wird.

 „Wir möchten den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, schreibt Philipp Maksalon auf der Gruppenseite. Den Stein zu behalten, sei auch erlaubt, heißt es weiter. Wichtig sei nur die Versiegelung des Steins mit lösungsmittelfreiem Klarlack, um das kleine Kunstwerk vor Regen zu schützen.

Die Idee zum kollektiven Kreativwerden jenseits von Leinwand und Tuschkasten sei ihm durch seine Eindrücke aus Beckum gekommen, berichtet Philipp Maksalon. Dort sei im vergangenen Jahr das Ganze zum Trend geworden. „Jeder kann sich beteiligen, das Alter ist egal“, sagt der Familienvater. Ihn habe seine achtjährige Tochter Finja erfolgreich dazu bewegt, sich auch an einigen Steinen auszuprobieren. Künstlerisch einwandfrei müsse das nicht aussehen, sagt er und lacht, das sei bei ihm auch nicht der Fall.

Bis zum Sommer einmal um die Mühle

Mittlerweile hat die Facebook-Gruppe mehr als 100 Mitglieder. Besonders zu Beginn der Corona-Krise hätten sie nochmal ordentlich Zulauf erhalten, betont Philipp Maksalon. Insbesondere die Umrundung der Mühle liege ihm am Herzen. „Viele haben dort geheiratet, ich auch, und dann ist das doch ein schöner Grund, mal wieder dorthin zu gehen“, sagt er. Schön wäre es, wenn sie es bis zum Sommer einmal um das alte Bauwerk herum schafften. Deswegen sei vor allem eins wichtig: „Die Steine an der Mühle bitte liegen lassen. Fotografieren ist erlaubt.“

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