Studenten fördern Schüler individuell
Bild: Afflerbach
Fünftklässlerin Darja Podosinnikow (l.) geht zur Gesamtschule in Ennigerloh und nimmt an dem vom Kreis Warendorf finanzierten Mercator-Projekt teil. Es hat das Ziel, die Bildungschancen von Schülern mit Migrationshintergrund zu verbessern. Studentin Anna-Lena Vennewald unterstützt Darja Podosinnikow beim Erwerb fachsprachlicher Fähigkeiten.
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 Koordiniert wird es vom Kommunalen Integrationszentrum als Teil des Schul-, Kultur- und Sportamtes des Kreises Warendorf.

 Durch die gezielte sprachliche sowie fachliche Förderung wird den Schülern geholfen, ihr Vokabular zu erweitern. „Dies ist besonders im naturwissenschaftlichen Bereich und in der Mathematik von großer Bedeutung“, sagt Elfriede Koenen-Sliwka, Abteilungsleiterin der Jahrgangsstufen 5 bis 7 am Standort Ennigerloh.

Seit Oktober findet der Mercator-Unterricht auch am Standort Ennigerloh statt. Anna-Lena Vennewald ist eine von sechs Studenten, die die Schüler betreuen. Für die zu betreuenden jungen Leute ist Deutsch die Zweitsprache. Einige von ihnen leben erst seit kurzem in Deutschland, sie stammen beispielsweise aus dem Iran, Syrien, Rumänien oder Mazedonien.

Die Arbeit der Studenten ist vielfältig, sie betreuen nicht nur verschiedene Jahrgangsstufen, sondern auch verschiedene Fächer. „Zuerst findet die Hospitation statt, dann geht es in die Unterrichtsassistenz und schließlich zur Betreuung von Kleingruppen und einzelnen Schülern“, erklärt Elfriede Koenen-Sliwka.

„Man wächst an seinen Aufgaben. Irgendwann merkt man, wie stark man die Schüler unterstützen muss und wie viel Hilfe sie benötigen“, berichtet Anna-Lena Vennewald, die im ersten Semester Lehramt für sonderpädagogische Förderung studiert. Das Mercator-Projekt kommt nicht nur den Schülern zugute, sondern gibt auch den Studenten die Möglichkeit, einen Einblick in den Schulalltag zu bekommen und die Aufgaben im Prozess Schule kennenzulernen.

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