Trennscheiben schützen Gast und Fahrer
Bild: Sobolewski
Barbara Altena-Heyer, Inhaberin des Ennigerloher Unternehmens Heyer-Mietwagen, hat in alle Fahrzeuge ihrer Flotte Trennwände aus Plexiglas eingebaut. So sollen Fahrer und Gast geschützt werden.
Bild: Sobolewski

Es erinnert ein wenig an englische Taxis: Auch in den Fahrzeugen von Barbara Altena-Heyer sind Gast und Fahrer neuerdings durch eine Scheibe voneinander getrennt. „Der Gast sitzt auf der Rückbank. Die Scheibe ist dünn genug, damit eine Kommunikation weiter stattfinden kann“, erklärt die Inhaberin des Ennigerloher Unternehmens Heyer-Mietwagen.

Gemeinsam mit einer Mitarbeiterin hatte sie die Idee entwickelt. In allen fünf Fahrzeugen sind die Trennscheiben mittlerweile verbaut. Da sich die Fahrzeuge voneinander unterscheiden, mussten sie individuell angefertigt werden. „Mit handwerklichem Geschick wurden die Scheiben vom Mann einer Mitarbeiterin gebaut“, berichtet die Ennigerloherin.

„Desinfektionsmittel haben wir vorrätig“ 

Ihre Idee könnte Schule machen. Auch weitere Beförderungsunternehmen im Kreis Warendorf denken über Trennwände in ihren Fahrzeugen nach.

Besonders bei Krankentransporten sei die Maßnahme wichtig. „Wir möchten nicht nur unsere Fahrer, sondern auch unsere Gäste ausreichend schützen.“ Nach jeder Fahrt werde der Fahrzeuginnenraum darüber hinaus desinfiziert. „Damit stellen wir einen bedenkenlosen Transport sicher.“ Die Desinfektion des Innenraums sei schon immer Teil des Standardprogramms gewesen, erklärt Altena-Heyer: „Wir haben vorher schon sehr auf die Hygiene geachtet. Deshalb gibt es für uns auch keinen Engpass an Desinfektionsmittel, das haben wir vorrätig.“

Ein Kunde pro Fahrt gestattet

Gegründet hat sie Heyer-Mietwagen im Jahr 2009 gemeinsam mit ihrem vor drei Jahren verstorbenen Mann Reinhard Heyer. Die Corona-Krise stellt auch das Ennigerloher Unternehmen vor große Herausforderungen. Die reguläre Personenbeförderung komme  gänzlich zum Erliegen, sagt Barbara Altena-Heyer. Derzeit führe sie fast ausschließlich Krankentransporte durch. Zudem sei  die Beförderung von nur einem Kunden pro Fahrt gestattet.

Nicht nur durch die Trennscheibe wird der Kontakt zwischen Fahrer und Gast minimiert. Da über die Krankenkassen abgerechnet werde, entfalle ein physischer Bezahlvorgang bei den Krankenfahrten, erklärt Barbara Altena-Meyer.

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