Turnhalle dient als Notunterkunft
Bild: Wille
In der Turnhalle der Pestalozzischule in Ennigerloh sind derzeit zwölf Flüchtlinge untergebracht. Am Montag sollen sie in das Verwaltungsgebäude an der Neubeckumer Straße ziehen.
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Seit Freitag leben in der Turnhalle zwölf Personen. Diese Maßnahme ist laut Schindler eine „reine Notlösung“, die nicht von langer Dauer ist. Am Montag, 19. Oktober, startet der Schulbetrieb wieder. Bis dahin sollen die Flüchtlinge in das Verwaltungsgebäude der Firma Heidelberg Cement umziehen. Die Räumlichkeiten an der Neubeckumer Straße sollen bis Ende der Woche fertiggestellt sein. Ralf Schindler machte deutlich, dass die Schutzsuchenden am Montag umziehen werden, weshalb die Halle noch besetzt sei, sodass Vereine und Schulklassen die Halle an diesem Tag noch nicht nutzen können.

Stadt sieht keinen anderen Ausweg

Die derzeit zwölf Personen, die kurzfristig in der Halle der Pestalozzi-Schule am Schulweg in Ennigerloh ein Zuhause gefunden haben, werden wohl nicht die einzigen bleiben. „Voraussichtlich werden es noch mehr. Aber das hängt davon ab, wie viele Flüchtlinge die Stadt Ennigerloh noch zugewiesen bekommt und wie schnell wir anderen Wohnraum finden“, machte Schindler deutlich. Bis Ende dieser Woche sollen laut Ralf Schindler noch elf weitere Flüchtlinge in Ennigerloh unterkommen. Erst Montag habe die Bezirksregierung der Stadt mit einer E-Mail mitgeteilt, dass am Donnerstag weitere Flüchtlinge ankämen. Da die Unterbringung meist innerhalb weniger Tage organisiert werden müsse, habe die Stadt keinen anderen Ausweg gesehen, als die Menschen für die kurze Zeit in der Turnhalle unterzubringen, betonte Schindler. Die Anwohner seien in der vergangenen Woche mit einem Schreiben darüber informiert worden.

Bald werden Klassenräume zur Unterkunft

Kurzzeitig hat die Stadt laut Schindler sogar Flüchtlinge in Ennigerloher Hotels untergebracht. „Aber auch da ist kein Spielraum mehr“, sagte er. Allein in der ersten Oktoberwoche seien 31 Flüchtlinge in Ennigerloh angekommen, die alle untergebracht werden mussten. Bald sollen vier Klassenräume in der Pestalozzischule als kurzfristige Unterkunft für Flüchtlinge dienen („Die Glocke“ berichtete). Wann die Räumlichkeiten fertiggestellt sind und die Flüchtlinge einziehen können, kann laut Schindler derzeit noch nicht genau gesagt werden.

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