Typisierung statt Weihnachtsgeschenken
Bild: Hübl
Sven Gnegeler, Geschäftsführer der Geba-Gruppe, (vorn r.) hat mit seinen Mitarbeitern eine Typisierungsaktion durchgeführt.  
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Statt Geschenke an die Geschäftspartner zu überreichen, hat der Ennigerloher Unternehmer zusammen mit seinen Mitarbeitern die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) unterstützt – ideell und materiell. „Durch den Tod eines Kindes im Bekanntenkreis, das an Leukämie gestorben ist, bin ich auf das Thema aufmerksam geworden“, sagt Gnegeler. „Und da ist mir die Idee gekommen, die DKMS zu unterstützen.“

Wie, das wusste der Unternehmer zunächst nicht genau, doch in Gesprächen mit seinen Mitarbeitern reifte der Gedanke, dies nicht nur mit einer Geldspende zu tun. Schnell wurde klar, dass ein großer Teil der Mitarbeiter der Geba, die kundenindividuelle Kunststoffgranulate entwickelt und herstellt, am Standort in Ennigerloh mitmachen würde. Dass es am Ende rund 25 Prozent sein würden, damit hatte der Organisator nicht gerechnet. „Es hatten sich sogar noch mehr Mitarbeiter gemeldet, doch sie sind entweder noch zu jung gewesen, um mitmachen zu dürfen, oder schon zu alt“, sagt er.

„Stäbchen rein - Spender sein“

An zwei Tagen im November wurde die Typisierungsaktion im Betrieb durchgeführt. Zwei Mitarbeiter wurden fortgebildet, um die zweitägige Aktion reibungslos durchführen zu können. Denn auch wenn die Typisierung heute mittels Wattestäbchen statt Blutprobe erfolgt, gilt es, einen genauen Ablauf einzuhalten.

Robin Lackmann, Auszubildender der Geba-Gruppe, gehörte zu denen, die Wattestäbchen an die potenziellen Spender ausgaben, das Prozedere erklärten und mit der Stoppuhr die Zeit im Blick behielten, damit die Typisierung, die mit einem Wattestäbchen per Wangenschleimhautabstrich genommen wurde, auch verwertet werden kann.

Für Michael Büscher war es selbstverständlich, bei dieser Aktion mitzumachen,

zumal das Ganze ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen ist: „Stäbchen rein – Spender sein.“

So einfach kann helfen sein. Silvio Lorenz konnte im vergangenen Jahr mit seiner Knochenmarkspende schon einem Mann in Belgien helfen. Er freute sich, als Botschafter der DKMS am Ende der Aktion außer neuen potenziellen Spendern auch einen Scheck der Geba-Gruppe in Höhe von 2500 Euro in Empfang nehmen zu dürfen.

Das Bild zeigt (v.l.)  Peter Kläne (Leiter Marketing), Silvio Lorenz, (DKMS-Spender und -Botschafter), Sven Gnegeler (Geschäftsführer der Geba-Gruppe) und Kim Herzog (Leiterin Personal) bei der Scheckübergabe.

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