Umbau der L793 genießt Priorität
Bild: Hübl
Für die Umgestaltung der L 793 an der Einmündung Münsterstraße in Westkirchen plädierten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Bauen und Verkehr. Einer weiteren Verschiebung erteilten sie eine Absage.
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Anstelle der geschwindigkeitsmindernden Maßnahme in Westkirchen sollten solche Arbeiten in diesem Jahr lieber in Enniger durchgeführt werden, lautete die Begründung. Hintergrund ist die grundlegende Deckenerneuerung auf der L 792 zwischen dem Pängel Anton und der Ortsdurchfahrt Enniger durch den Landesbetrieb Straßen NRW, die für den Sommer geplant ist. Im Rahmen dieser Arbeiten, erläuterte Bürgermeister Berthold Lülf, ließe sich kostengünstig eine Mittelinsel als Querungshilfe errichten, die außerdem die hohen Einfahrgeschwindigkeiten in den Ort mindern solle.

Prinzipiell, da waren sich alle Ausschussmitglieder einig, sei gegen dieses Vorhaben nichts einzuwenden, doch Dietmar Schulte, Sachkundiger Bürger der CDU, wies darauf hin, dass es ja wohl nicht sein könne, eine beschlossene Baumaßnahme zu verschieben und stattdessen in einem anderen Ortsteil eine zu beginnen. „Beide Ortsteile haben die gleichen Probleme“, so Schulte. „Da kann man nicht die Ortsteile gegeneinander ausspielen, zumal die Arbeiten in Westkirchen schon im Vorjahr verschoben worden sind.“

Fahrbahnteiler, die zur Verringerung der Geschwindigkeit dienen, sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit, darüber waren sich alle einig. Es gehe hier nicht darum, die Ortsteile gegeneinander auszuspielen, unterstrich Lülf. Die Überlegungen seien der Tatsache geschuldet, dass der Landesbetrieb Straßen NRW in naher Zukunft mit den Arbeiten beginnen wolle. Deshalb habe die Verwaltung diesen Vorschlag ausgearbeitet. 50 000 bis 60 000 Euro werde die Umsetzung kosten. Dietmar Schulte wies darauf hin, dass sowohl in Westkirchen als auch in Enniger Handlungsbedarf bestehe. Beide Baumaßnahmen, so forderte er, sollten umgesetzt werden. Dafür könne man zum Beispiel andere Vorhaben ruhig ein weiteres Jahr zurückstellen. Der Ausbau des Clemens-Ruhe-Wegs in Richtung Freckenhorst könne zum Beispiel verschoben werden. Der Ausschuss sprach sich für den Ausbau in Westkirchen aus, da er schon länger beschlossen sei.

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