Unterstützung für Flüchtlingsarbeit
Bild: Wille
Vor einem Stapel Unterlagen sitzt derzeit Ingeborg Pust. Sie ist Mitglied des Betreuerkreises und kümmert sich seit 1993 um die Flüchtlingsarbeit in Ennigerloh. Auf ihre Initiative hin soll jetzt ein externer Sozialarbeiter die Schutzsuchenden betreuen
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Ingeborg Pust, die sich seit 1993 für die Flüchtlingsarbeit einsetzt, forderte mehrmals Unterstützung. Der Rat hat jetzt auf ihren Antrag reagiert und die Verwaltung beauftragt, eine Kooperation mit dem Mütterzentrum in Beckum abzuschließen. Ein Sozialarbeiter soll künftig mit einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden die Integration von Flüchtlingen vorantreiben.

173 Flüchtlinge im Stadtgebiet

In der Stadt Ennigerloh haben bislang (Stand 2. August) 173 Menschen aus Krisenländern ein neues Zuhause gefunden. „Eine weitere angemessene Unterbringung, Versorgung und Betreuung im Stadtgebiet Ennigerloh gestaltet sich kaum mehr möglich und stellt die Verwaltung vor immer größer werdende, mithin mittelfristig nicht mehr lösbare Herausforderungen“, heißt es in der Vorlage des Rats. Die Betreuung und der Erhalt der Willkommenskultur seien in der Drubbelstadt von besonderer Bedeutung. Allerdings reichten die derzeitige personelle Ausstattung von der Verwaltung und das ehrenamtliche Engagement des Betreuerkreises für ausländische Flüchtlinge und Asylbewerber auf Dauer nicht aus, heißt es weiter. Deshalb sei eine Unterstützung durch einen externen Sozialarbeiter denkbar.

Unterstützung dringend erforderlich

Das sahen auch die Ratsmitglieder so. Ralf Röttger (FWG) fragte sich sogar, ob eine Halbtagsstelle mit 20 Wochenstunden ausreichen könne. „Ist das überhaupt machbar?“, wollte er wissen. Immerhin sei der Zustrom an Flüchtlingen in der letzten Zeit deutlich gestiegen. Ingeborg Pust machte deutlich: „Ich wage zu bezweifeln, dass es reicht.“ Denn bei ihr stapelten sich zurzeit die Unterlagen. Sie und die weiteren Ehrenamtlichen betreuen die Asylbewerber und koordinieren die Anfragen der Bürger, die helfen wollen. Pust betonte, dass sie dringend Unterstützung brauche. Dieser Hilferuf wurde am Montagabend im Rat gehört.

Rat gibt grünes Licht

„Da rennen Sie bei uns offene Türen ein“, betonte Thomas Trampe-Brinkmann (SPD). Hans-Henner Eisenhuth, Fraktionsvorsitzender der FDP, forderte die Fraktionen auf: „Lasst uns heute das Ding festmachen.“ Alle Ratsmitglieder stimmten dafür, einen Sozialarbeiter halbtags einzustellen.

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