Vandalen beschädigen Bildstock
Bild: Hövelmann
Vor einer Woche waren die Restaurierungsarbeiten am Bildstock an der Warendorfer Straße in Westkirchen abgeschlossen worden. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Vandalen das christliche Symbol beschädigt. Das Bild zeigt (v. l.) Walter Suwelack und Dr. Reinhard Stratkötter (beide Rotary Club Warendorf), Diakon Paul Sommer sowie Karl-Heinz Sahling (Kirchenvorstand St. Laurentius Westkirchen).
Bild: Hövelmann

Erst vergangene Woche hatte Bildhauer Stefan Lutterbeck aus Everswinkel die Restaurierungsarbeiten am 1949 errichteten Bildstock abgeschlossen. Risse wurden ausgebessert, Fugen geschlossen, der Beton geglättet und neu gestrichen. Lange währte die Freude darüber nicht.

„Für diese Form der Zerstörung war rohe Gewalt notwendig“

„Für diese Form der Zerstörung war rohe Gewalt notwendig“, sagt Walter Suwelack. Der emeritierte Pfarrer ist Initiator des Arbeitskreises Historische Bildstöcke im Rotary Club Warendorf. Dieser hatte die Instandsetzung wesentlich gefördert.

In zahlreiche Einzelteile haben die Kriminellen den Beton-Korpus zerbrochen. „Übrig geblieben sind Steinreste“, stellt Diakon Paul Sommer heraus. Einzig die Füße der Figur seien als größeres Betonstück aufgefunden und zum Bildhauer gebracht worden. „Sollten Bürger weitere Bruchstücke entdecken, können sie sich im Pfarrbüro in Westkirchen melden“, sagt Sommer.

„Vermutlich geht es nicht um das christliche Symbol“

In den vergangenen Wochen hätten Vandalen bereits an anderer Stelle des Dorfs gewütet. Sommer: „Vermutlich ging es ihnen bei dem Bildstock nicht um das christliche Symbol. Aber das ist Spekulation.“ Denkbar sei, dass sie erst durch die während der Restaurierung aufgestellten Bauzäune auf den Bildstock aufmerksam geworden seien. „Auch das sind Mutmaßungen.“

Einen Anhaltspunkt dafür, wer den Bildstock zerstört haben könnte, gibt es bisher nicht. Fest steht: „Die Entsetzlichkeit dieses Vergehens ist nicht zu beschönigen“, betont Karl-Heinz Sahling, Kirchenvorstand von St. Laurentius Westkirchen.

Anzeige ist erstattet

Längst wurde deshalb bei der Polizei Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung erstattet. Nun suchen die Beamten nach Zeugen.

Geplant ist, dass die Fronleichnamsprozession in diesem Jahr am Bildstock vorbeiführt. „Daran werden wir auch nichts ändern“, sagt Sommer. „Schließlich ist das die Realität, der wir uns stellen müssen.“

Verantwortlichen sammeln spenden zur Wiederherstellung

Die Verantwortlichen blicken nach vorn. „Wir werden Spenden für die Wiederherstellung des Bildstocks sammeln“, hebt Suwelack hervor. „Und freuen uns über jeden, der sich beteiligt.“

Hinweise nimmt die Polizei in Oelde unter Telefon: 02522/9110 entgegen. Das Pfarrbüro in Westkirchen ist unter Telefon: 02587/737 zu erreichen.

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