Vandalen zerstören Trampolin
Bild: Wille
Niklas (8) und Jannis (6) Humpert (v. l.) sind traurig, dass sie das neue Trampolin im Kindergarten St. Franziskus nicht mehr nutzen können.
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Es ist nicht das erste Mal, dass der Kindergarten St. Franziskus Ziel von Vandalen geworden ist. „Ich bin am ersten Tag aus dem Urlaub gekommen und sehe diese Steinplatte auf dem Trampolin liegen“, erinnert sich Martina Frölich. Sie habe es kaum fassen können: Drei große Löcher klafften auf der Springfläche – das Trampolin war unbespielbar. „Wir haben es nur fünf Tage nutzen können“, sagt die Kita-Leiterin. Kurz vor der Sommerpause hatten Eltern das Trampolin aufgebaut, damit die Kinder noch darauf spielen können. Als die Einrichtung verschlossen war, müssen sich Ganoven Zutritt zu dem Gelände verschafft und das Trampolin mit einer Steinplatte, die eigentlich als Gewicht für den Sonnenschirm dient, zerstört haben.

Als Martina Frölich den Schaden entdeckt hatte, rief sie die Polizei. Die herbeigerufenen Beamten machten Fotos von den Fußabdrücken, die sich auf dem Trampolin abzeichneten. Weitere Hinweise gab es nicht, die Ermittlungen blieben erfolglos. „Kinder und Eltern waren tief bestürzt. Sie konnten es gar nicht fassen“, betont Martina Frölich. Denn das Trampolin war ein Geschenk der Volksbank, auch Geld und Arbeitskraft des Fördervereins und des Elternrats waren für den Aufbau des Spielgeräts vonnöten.

Das neue Trampolin sollte ein „besonderes, eines für die Ewigkeit sein“, betont die Kindergartenleiterin. Denn das alte Trampolin, das vorher auf dem Gelände der Einrichtung stand, ist ebenfalls zerstört worden – von einem Sturm. „Meine Tochter Jule hat mich gefragt: ‚Warum machen Menschen so etwas?‘“, berichtet Anne-Catrin Rampelmann. Darauf konnte sie ihrem Kind keine Antwort geben.

Die Eltern sind sauer, wünschen sich, dass sich die Schuldigen stellen und ihre Tat zugeben, Reue zeigen. „Das Trampolin wird auf jeden Fall repariert“, sagt Martina Frölich. Dafür muss das letzte Geld des Fördervereins genutzt werden.

Auch der Briefkasten wurde versucht aufzuhebeln. Vor vier Jahren, bevor der Anbau realisiert worden war, sei die Einrichtung regelmäßig von Einbrechern heimgesucht worden, sagt Martina Frölich. Sie bittet Zeugen, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie Verdächtiges beobachten.

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