Verein leidet unter fehlendem Engagement
Bild: Schomakers
Für treue und langjährige Mitgliedschaften hat der SuS Enniger Jubilare geehrt. Das Bild zeigt (v. l.) Brigitte Haase (25 Jahre), Andreas Hoppe-Bruland (Stellvertretender Vorsitzender), Agnes Tovar, Heinz Wessel, Maria Janssen, Markus Dorgeist (alle 40 Jahre) und Oliver Heike (Vorsitzender).
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Der Vorsitzende Oliver Heike fragte, warum von den 1190 Mitgliedern nur wenige den Weg zur Generalversammlung gefunden hatten. „Ist das Interesse an unserem Verein so gering? Sind wir den Mitgliedern gleichgültig?“, fragte er. Er räumte ein, dass sich viele Vereine mit diesem Problem beschäftigten. Mangelnde Anteilnahme und rückläufiges ehrenamtliches Engagement seien Dinge, mit denen viele Vereine derzeit zu kämpfen hätten. Weil das Engagement beim SuS Enniger immer weiter schwinde, habe man den Tagesordnungspunkt „Brainstorming – Engagement in unserem Verein“ auf die Tagesordnung genommen, betonte er. Der SuS möchte weiterhin eine tragende Säule im Dorfleben bleiben. Daran will der Verein arbeiten. Dafür sei aus Sicht des Vorstands eine breitere Unterstützung der Mitglieder erforderlich, sagte Heike.

Engagement ist zu gering

Geschäftsführerin Lisa Bleckmann griff die Worte des Vorsitzenden auf. Bisher eigenständige Abteilungen im Verein hätten sich bereits zusammengeschlossen. Die Fußballabteilung habe große Not, Trainer zu finden und diese zu halten. Die genannten Beispiele seien auf alle Abteilungen übertragbar. Aber auch außerhalb der sportlichen Aktivitäten gebe es Baustellen. Bei Standbesetzungen wie auf dem Weihnachtsmarkt oder bei der Sportwoche, bei Aufräumaktionen oder dem Fahnentragen sei man auf die Hilfe der Mitglieder angewiesen. „Niemand fühlt sich verantwortlich, keiner hat Zeit. Letzten Endes stehen immer dieselben Personen am Zapfhahn oder hinter dem Grillstand“, kritisierte Lisa Bleckmann und fragte: „Wie kann man es schaffen, dass Mitglieder gern für den Verein tätig werden? Wie schafft man ein System, damit alle einmal dran sind?“ Auch Bürgermeister Berthold Lülf griff in seinem Grußwort das Problem der mangelnden Teilnahme auf. Das Engagement sei für einen so großen Verein viel zu gering. Es sei des Vereins nicht würdig, dass er von den Mitgliedern nicht ausreichend respektiert werde. Ehrenamt habe viel mit Gestaltung zu tun, betonte der Bürgermeister.

Ehrungen für langjährige Treue

Es ist Tradition beim SuS Enniger, dass Ehrenmitglied Ferdi Tovar die Vorstandswahlen leitet. Ohne Gegenkandidaten wiedergewählt wurden der Stellvertretende Vorsitzende Andreas Hoppe-Bruland, die Hauptgeschäftsführerin Lisa Bleckmann und die Jugendvertreterin Christine Gersmann. Für langjährige Mitgliedschaften wurden Brigitte Haase (25 Jahre), Agnes Tovar, Heinz Wessel, Maria Janssen und Markus Dorgeist (40 Jahre) geehrt.

Abteilungsleiter berichten

Über die einzelnen Abteilungen berichteten deren Leiter. So habe die Fußballabteilung die Weichen für die Zukunft vor Jahren gestellt, als man sich vom „Bezahlfußball“ abwandte, berichtete Daniel Richter. Er hob die Arbeit in den Jugendabteilungen hervor. Die Kassenprüfer Bürgermeister Berthold Lülf und Reinhard Kottlarz lobten die Kassenführung von Schatzmeisterin Sabine Pfeil. „Die Kasse wurde übersichtlich und vortrefflich geführt“, lobte Lülf. Als Nachfolger für Berthold Lülf wurde Theo Schlotmann zum Kassenprüfer gewählt.

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