Verletzungsgefahr spielt immer mit
Bild: Hübl
Den alten Ascheplatz, auf dem die Fußballer des SuS Ennigerloh in den vergangenen Monaten spielen mussten, finden die Nachwuchstrainer nicht mehr zeitgemäß. Das Verletzungsrisiko wollten auch viele auswärtige Mannschaften nicht eingehen, betonen die Ennigerloher.
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Das bemängeln Heiner Kühnapfel und Michael Ulbrich, Trainer der E1-Jugend. Ein Zustand, der für die Nachwuchstrainer unhaltbar ist. „Der Ascheplatz ist nun endgültig in die Jahre gekommen und in keiner Weise mehr zeitgemäß“, erklärt Kühnapfel. „Im Laufe des Jahres wechselt er ständig sein Gesicht. Mal ist er gefroren und somit knüppelhart und uneben, so dass die Verletzungsgefahr immer mitspielt. Bei Regenwetter verwandelt sich der Platz in eine schmierige Schlammfläche, und bei trockenem Wetter werden alle Spieler und Zuschauer in Aschestaubwolken gehüllt.“

Mit ihrer Kritik stehen die beiden Jugendtrainer nicht allein da. Auch die Eltern der neun- bis zehnjährigen Fußballer sind mit der Situation unzufrieden. „Wenn die Mannschaft auf Asche gespielt hat, dann haben wir das heillose Chaos“, berichtet Vater Elmar Rickfelder. „Mit dem Trikotkoffer kann man sich gar nicht nach Hause trauen, denn die Trikots kriegt man auch nach zwei, drei Mal waschen nicht sauber.“ Aber auch sportlich sei mit dem alten roten Platz kein Staat mehr zu machen. „Wir haben immer größere Probleme, Gegner für Freundschaftsspiele zu finden“, beklagt Kühnapfel. „Viele Mannschaften wollen nicht mehr auf einem der letzten Ascheplätze des Altkreises Beckum spielen.“

Und Elmar Rickenfelder ergänzt: „Es sind auch schon Mannschaften nach Hause gefahren, nachdem sie den Platz gesehen hatten. Auf Asche, so deren Kommentar, spielen wir nicht.“ „So wie es jetzt ist, darf es nicht bleiben“, findet auch Spielervater Rainer Silz. „Die Zustände sind nicht haltbar.“ Nach der Hallensaison hätten sich insgesamt 18 Mannschaften des SuS Ennigerloh den Ascheplatz für den Trainings- und Spielbetrieb teilen müssen, bemängelt Jugendcoach Michael Ulbrich. „Und teilweise haben wir aufgrund der schlechten Bedingungen das Training sogar ausfallen lassen müssen.“

Auch in Zeiten knapper Kassen fordern die beiden Trainer deshalb stellvertretend für ihre Kollegen und die rund 270 Jugendspieler des SuS eine Perspektive. „Für uns stellt sich die Frage, wie lange unsere Kinder und Jugendlichen von den Verantwortlichen der Stadtpolitik noch vertröstet werden.“ „Ein Aufschieben der Entscheidung, wann der Kunstrasenplatz realisiert wird, ist und kann keine Lösung sein“, erklärt Rainer Kühnapfel. „Die Verantwortlichen müssen sich jetzt bewegen. Sie müssen ein Zeichen setzen, damit wir planen können. Auch wenn der Kunstrasenplatz erst 2016 käme. Mit einem klaren Bekenntnis hätten wir zumindest Planungssicherheit.“

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