Vom Ladenhüter zum Erfolgsprojekt
Bild: Helmers
Fleißig gebaut wird derzeit an der August-Macke-Allee in Ennigerloh. Das Bild zeigt (v. l.) Bürgermeister Berthold Lülf, Wirtschaftsförderin Julia Neuhaus und Maria Klose, Ansprechpartnerin bei der Verwaltung für das Baugebiet.
Bild: Helmers

Die „lahme Ente“, zu der das Baugebiet geworden sei, habe sich jetzt jedoch unverhofft zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Woran es lag, dass sich die Grundstücke schlecht verkauften, kann Lülf nicht genau sagen. Eine Rolle habe sicher der Kaufpreis gespielt, der aufgrund der Zinsentwicklung auf 120 Euro pro Quadratmeter gestiegen sei.

Nach rund 70 verkauften Grundstücken sei das Projekt ins

Stocken geraten. Für kurze Zeit war dann die Grundstücksentwicklungsgesellschaft Ennigerloh Süd-Ost (Geso) Eigentümer des Baugebiets. Ende 2013 wagte die Stadt einen Neustart und kaufte die Flächen zurück („Die Glocke“ berichtete). „Wir wollten das Baugebiet wieder  mit Leben füllen“, betont Lülf. „Durch neue Rahmenbedingungen konnten wir andere Preise ansetzen – sie liegen jetzt bei 90 Euro pro Quadratmeter.“

Anfang 2014 habe sich die Stadt zum Ziel gesetzt, fünf Grundstücke im Jahr zu vermarkten, sagt Maria Klose, die bei der Stadt Ansprechpartnerin für das Baugebiet August-Macke-Allee ist. Plötzlich entwickelte sich das Projekt zum Renner. „Wir haben bereits nach noch nicht einmal einem Jahr zwölf Grundstücke verkauft“, berichtet Maria Klose. „Das hat uns überrascht.“ Zudem seien vor allem junge Familien unter den Bauherren. Für sie biete das Wohnen östlich der Ostenfelder Straße eine gute Lebensqualität. „Schulen und Kindergärten sind ganz in der Nähe.“ Dadurch habe Ennigerloh auch Neubürger gewonnen, fügt Wirtschaftsförderin Julia Neuhaus hinzu. „Unter den Grundstücksbesitzern gibt es eine gute Mischung aus Einheimischen und Auswärtigen.“

Die weitere Vermarktung soll Stück für Stück erfolgen. Rund 40 Grundstücke stehen noch zur Verfügung, verteilt auf den aktuellen Bauabschnitt 2 und den künftigen Erschließungsabschnitt 3, der zurzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird. Falls anschließend noch Baugebiet benötigt werde, könne die Stadt über ein Gelände weiter östlich verfügen, für das sie Planrecht habe, blickt Wirtschaftsförderin Julia Neuhaus voraus. „So könnten möglicherweise weitere 100 Grundstücke entstehen. Aber das steht noch nicht zur Debatte.“

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