Wenig Zucker, viel Erfahrung
Bild: Rautenstrauch
Brennt seit mehr als 30 Jahren die Mandeln beim Enniger Markt: Süßigkeitenhändler Frank Schardien, der den ehemaligen Stand von Familie Röpers führt. Röpers Mandeln sind bereits seit 60 Jahren eine Spezialität beim Enniger Markt. 
Bild: Rautenstrauch

Einen Geruch, der so charakteristisch ist für den Enniger Markt. Frank Schardien steht mit seinem Wagen an der Ecke Hauptstraße / Mauritiusstraße. Seit vielen Jahren ist der Ahlener auf dem Enniger Markt vertreten, und das „Heimspiel“ ist für ihn nach wie vor der Höhepunkt des Jahres – auch wenn das für den Umsatz nicht immer zutrifft. Vor allem mit dem Wetter steht und fällt der Erfolg. „Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Geschäft in Enniger. Nur wenn es regnet, kommen weniger Leute. Das merkt man direkt in der Kasse.“ Trotzdem: Die Entscheidung, nach der Ausbildung zum Molkereifachmann Schausteller zu werden, habe er nie bereut. „Ich würde es wieder tun.“ Seit 30 Jahren brennt Frank Schardien Mandeln, er dreht Zuckerstangen, stellt Kräuterbonbons, rote Zuckeräpfel sowie Popcorn her und backt Lebkuchenherzen. Gelernt hat er dies von seinen ehemaligen Chefs Rolf Röper und Heinrich Röper. Vater und Sohn zogen mit ihren Süßigkeiten von Jahrmarkt zu Jahrmarkt. Schon vor 60 Jahren waren Röpers mit ihrem Stand auf dem Enniger Markt vertreten und die frisch gebrannten Mandeln eine Spezialität. Frank Schardien, der bereits im Alter von 13 Jahren die Mandeln bei Röpers rührte, ist in ihre Fußstapfen getreten. Was ist nun das Geheimnis guter gebrannter Mandeln? „Man darf sie nicht mit Zucker zukleistern, sonst hat man nur Zuckerklumpen im Mund und schmeckt die Mandeln nicht mehr“, verrät Frank Schardien sein Erfolgsrezept. Der Rest ist Überlieferung, Erfahrung und Können. Denn im Gegensatz zu anderen Händlern, rührt Frank Schardien die Mandeln in dem Kupferkessel von Hand. Diese Kombination schätzen die Kunden bis heute – trotz all dem anderen Naschwerk. „Die gebrannten Mandeln sind nach wie vor der Renner“, erklärt Frank Schardien.

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