Wer Grundstück kauft, muss Baum fällen
Bild: Junker
Die Tage der Stieleiche, die auf einem Grundstück an der August-Macke-Allee in Ennigerloh steht, sind gezählt. Der Baum ist abgängig und muss gefällt werden.
Bild: Junker

Ein Kaufvertrag wird aber nur geschlossen, wenn der Baum entfernt werden kann. Der Kaufpreis für das Grundstück beträgt etwa 110.000 Euro.

Andrea Hofer von der Grün-Alternativen Liste kritisierte, dass erst in der Sitzung bekannt geworden sei, dass der Baum laut Stadtplaner Horst Handke „abgängig“ ist und dass der Baum zuvor trotzdem einen Pflegeschnitt erhalten habe. „Solche Bäume können 1000 Jahre alt werden, wenn man sie denn lässt“, sagte Andrea Hofer. Jürgen Wagner (SPD) stimmte ihr zu und erklärte: „Es ist immer das gleiche. Auf einmal ist ein Baum krank und muss gefällt werden. Wie hier mit Bäumen umgegangen wird, bestätigt mich darin, dass wir noch vor der Sommerpause ein Baumkonzept brauchen.“

Ersatzpflanzungen auf Spielplatzgelände

Nach einer Diskussion darüber, wie mit der gefällten Eiche weiter verfahren werden solle, stimmte der Ausschuss dafür, dass der Grundstückskäufer den Baum auf seine Kosten entfernen solle. Nur Jürgen Wagner (SPD) und Andrea Hofer stimmten dagegen. Wagner hatte zuvor vorgeschlagen, dass die Stadt das Holz veräußern könne. Die Stadt sieht vor, drei bis vier Laubbäume auf dem Spielplatz im Baugebiet August-Macke-Allee als Ersatz für die zu fällende Stieleiche zu pflanzen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Mark Farys, Fachbereichsleiter Tiefbau und Technik, darüber, dass die Bushaltestelle vor der Apotheke nicht wie geplant barrierefrei ausgebaut werden kann. Stattdessen werde eine barrierefreie Haltestelle in Absprache mit der RVM einige Meter ortsauswärts eingerichtet. Es sei dadurch mit Mehrkosten in unerheblichem Ausmaß zu rechnen. Insgesamt werden elf Bushaltestellen in Ennigerloh und den Ortsteilen barrierefrei ausgebaut.

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