Werbespruch als Aufhänger für Predigt
Bild: Rautenstrauch
Sein festliches Primizgewand wird der Ennigerloher Pfarrer Andreas Dieckmann in den Gottesdiensten an Heiligabend tragen. „Ich habe es nur zu kirchlichen Hochfesten an“, erklärt Dieckmann. Küsterin Marlies Erdmann hilft ihm, sich anzukleiden.
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Gottesdienste halten, Kinder taufen, Gemeindemitglieder beerdigen, an Adventsfeiern und an Sitzungen der Gremien der Seelsorgeeinheit teilnehmen, den Krippenaufbau mit der Kolpingsfamilie koordinieren: Die vergangenen Wochen waren auch für Pfarrer Dieckmann arbeitsreich. „So wie immer“, sagt der Leiter der Seelsorgeeinheit lächelnd. Für Besinnlichkeit fehlte ihm daher bisher die Zeit. „Erst am heutigen Freitag finde ich hoffentlich Gelegenheit, mich auf Weihnachten einzustimmen. Der Terminkalender ist nicht mehr so voll, und ich freue mich darauf, eine Kerze anzuzünden und in Ruhe theologische Texte zum Thema Weihnachten lesen zu können.“ So richtig Weihnachten sei für ihn meistens erst mit Beginn der Christmette, die er ab 18 Uhr in St. Ludgerus und ab 22.30 Uhr in St. Jakobus feiert. Die Predigt für die Weihnachtsgottesdienste bereitet er wie immer an Heiligabend vor. Über Wochen hinweg hat Pfarrer Dieckmann beobachtet, was Ennigerloh und die Welt bewegt. Am Samstag will er seine Gedanken zu Papier bringen. „Das wird keine Stunde dauern, denn vom Inhalt habe ich schon eine konkrete Vorstellung.“ Aufhänger ist für ihn in diesem Jahr ein Werbespruch, der während der Adventszeit in den Medien zu hören und zu lesen war: „Weihnachten wird unterm Baum entschieden.“ Wichtig sei ihm, die Bedeutung von Weihnachten, die Geschichte von der Geburt Jesu, ins Heute zu übersetzen. Die Bedeutung der Weihnachtspredigt unterscheidet sich für Pfarrer Dieckmann nicht von der anderer Predigten. „Sie ist nicht wichtiger als andere. Die Vorbereitung ist die gleiche.“ In einer Hinsicht sei die Weihnachtspredigt jedoch etwas Besonderes: „Ich versuche, auch die Menschen zu erreichen, die nur ein- oder zweimal im Jahr einen Gottesdienst besuchen. Es würde mich freuen, wenn sich viele von der Predigt angesprochen fühlen und etwas für sich mitnehmen können.“ Drei Gottesdienste an Heiligabend und zwei an den Weihnachtstagen hält Dieckmann in diesem Jahr. Seine Familie, die in Lüdinghausen wohnt, besucht er am Sonntag nach der 11-Uhr-Messe.

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