Westkirchener soll Urkunden gefälscht haben
Wegen Betrugs muss sich ein Mann aus Westkirchen vor dem Amtsgericht Warendorf verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft soll der wegen Betrugs bereits vorbestrafte Mann im Jahr 2011 im Zeitraum vom 21. Juni bis zum 11. Oktober in 25 Fällen Unterschriften gefälscht haben. Demnach lautete der Vorwurf gegen den Westkirchener auf Urkundenfälschung. „Es kann aber auch Unterschlagung mit in Betracht gezogen werden“, bemerkte Helmut Friedrich Glorius, Richter der Verhandlung. Der Angeklagte war in einem Handygeschäft in Ennigerloh beschäftigt. Dort soll er Kaufverträge für 25 Smartphones gefälscht haben. Die Unterschriften der Kunden, mit denen er zuvor einen Vertrag abgeschlossen hatte, soll er auf weiteren Verträgen gefälscht haben.

Anschließend habe der Westkirchener die im Geschäft gelagerten Geräte an sich genommen und weiterverkauft. Die Einzelpreise der hochwertigen Handys würden im Durchschnitt zwischen 300 bis 600 Euro liegen, wie der Staatsanwalt in der Anklageschrift verlas.

Erst als sich einige Kunden darüber wunderten, dass Rechnungsbeträge ihrer Handyverträge doppelt von ihren Bankkonten abgebucht worden seien und sich bei dem Handyverkäufer beschwerten, flog der Betrug auf. In seiner Wohnung wurden in einer anschließenden Durchsuchung drei Smartphones der angegebenen Hersteller sichergestellt.

Während der Verhandlung bestritt der Angeklagte die Tat und beschuldigte stattdessen die Inhaberin des Geschäfts und deren Ehemann, den Betrug begangen zu haben. Denn ihm wäre zuerst aufgefallen, dass es sich nicht um einen Zufall handeln könne, dass so viele Kunden das gleiche Problem mit falschen Abbuchungen hätten. Der Angeklagte betonte: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe meine Arbeit immer nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt.“

Da der Angeklagte seine Aussage erst bei der Verhandlungen am gestrigen Tag einreichte, unterbrach das Gericht die Verhandlung. Sie wird am Donnerstag, 14. Juni, fortgeführt. Dann sollen die Geschädigten und die Inhaber des Handygeschäfts als Zeugen zur Klärung befragt werden. Außerdem forderte der Verteidiger des Westkircheners ein graphologisches Gutachten an, um die Unschuld seines Klienten zu beweisen.

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