Wild-Apfel wächst im Schulungswald
Bild: Hübl
Den Baum des Jahres 2013, einen Wild-Apfel, hat Christian Schwingel gespendet und mit Bürgermeister Berthold Lülf sowie weiteren jugendlichen Helfern im Schulungswald in Enniger gepflanzt.
Bild: Hübl

Alle haben in der Waldschule der Heinz-Reckendrees-Stiftung ein Zuhause gefunden. 

Das hob der Vorsitzende Heinz Rüschoff bei der diesjährigen Pflanzaktion am Samstagmorgen hervor. „Wir haben hier seit dem Jahr 2006 alle ausgezeichneten Bäume nachgepflanzt“, erklärte er den zahlreichen Besuchern, die in die Bauerschaft Rückkamp gekommen waren. Auch eisige Temperaturen und ein scharfer Ostwind konnten die Interessierten nicht davon abschrecken, der Pflanzaktion den nötigen Rahmen zu geben. Sehr zur Freude der Verantwortlichen, zeigt es doch, dass der Gedanke der Heinz-Reckendrees-Stiftung in der Öffentlichkeit fest verankert ist.

Christian Schwingel hat den Baum gespendet und zusammen mit Bürgermeister Berthold Lülf und jugendlichen Helfern eingepflanzt. Ennigerlohs Erster Bürger würdigte die Arbeit der Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen. „Das ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiger Beitrag“, hob Lülf hervor. Und dass mit Unterstützung des Heimatvereins Enniger, der für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt hat, den Jaghornbläsern des Hegerings Ostenfelde-Westkirchen unter Leitung von Pia Reinersmann und der rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft ein würdiger Rahmen für die Pflanzaktion geschaffen wurde, freute nicht nur den Bürgermeister.

Diplom-Biologin und Umweltpädagogin Sabine Paltrinieri stellte den Baum des Jahres, den Wild-Apfel, vor. Er gehöre zu den seltensten heimischen Baumarten und stehe meist unauffällig im Wald oder am Waldrand, erklärte sie den neugierigen Besuchern. Seine Früchte sind klein und nicht zum Verzehr geeignet, da sie viel Gerbsäure beinhalten. „Unsere Kulturäpfel haben jedoch nichts mit dem Wild-Apfel gemein.“ Der Baum des Jahres wird nicht höher als zehn Meter, wächst meistens strauchartig und hat kleine, dornartige Äste. „Er ist anspruchslos, braucht jedoch viel Licht“, erklärte Sabine Paltrinieri. Davon wird er auf dem Gelände der Waldschule genug bekommen. Dafür sorgen Heinz Rüschoff und das Team der Heinz-Reckendrees-Stiftung. Und genügend Aufmerksamkeit wird der Neuzugang in den kommenden Wochen auch bekommen.

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