Winterdienst leistet 100 Überstunden
Bild: Schomakers
Nach ihren Einsätzen werden die Streufahrzeuge des Ennigerloher Bauhofs sofort wieder mit Streusalz beladen.
Bild: Schomakers

Seit Anfang November seien die Mitarbeiter des Bauhofs auf einen Einsatz – auch bei einem extremen Wintereinbruch – eingestellt, erklärte Mark Farys, Fachbereichsleiter Tiefbau und Technik der Stadt. Zudem sei am Freitag Schnee vorhergesagt worden, ergänzte Werner Wilbrand, der zusammen mit Heinz Bresser den Winterdienst für Ennigerloh und den Ortsteilen organisiert. „Nach den Wetterberichten haben wir unsere Fahrzeuge aufgerüstet“, erklärte Wilbrand.

Bresser und Wilbrand verschaffen sich im Wechsel ab 3 Uhr einen Überblick über die Straßenverhältnisse. „Ich habe dafür zwei Außenthermometer am Bett stehen“, erklärt Wilbrand. Wenn die Temperaturen in einen kritischen Bereich sinken, fahren er oder Bresser vor allem Brücken und bestimmte Streckenabschnitte im Stadtgebiet an, die erfahrungsgemäß als erstes von Glatteis betroffen sind. Dazu gehören vor allem Gefällestrecken wie der Pilatusberg in Ostenfelde. Auch ein Waldabschnitt in der Hoest in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses ist so eine Stelle. Alles wird in einem Protokollbuch festgehalten, das in jedem Einsatzfahrzeug mitgeführt wird.

Bei Straßenglätte sind die weiteren Mitarbeiter spätestens um 3.30 Uhr am Bauhof. Bevor der Berufsverkehr einsetzt, müssen Hauptstraßen und Schulwege gestreut und geräumt sein. Anschließend kümmern sie sich um die Nebenstraßen. Gehwege oder der Drubbel etwa werden von Kleinfahrzeugen angefahren. Stellen, die von den Fahrzeugen nicht erreicht werden können, werden von Hand geräumt. „Für das abzuarbeitende Programm benötigen wir bis zu sieben Stunden. An diesem Wochenende kamen wir auf gut 100 Überstunden“, betonte Wilbrand.

Einen Salznotstand wie vor einigen Jahren muss in Ennigerloh nicht befürchtet werden. Auf dem Bauhof wurde ein weiteres Silo errichtet. „Wir können bis zu 140 Tonnen Streusalz lagern“, erklärt Farys.

SOCIAL BOOKMARKS