Wohngruppe für Kinder wird mit Leben gefüllt
Bild: Hübl
Das neue Wohnhaus der Caritas-Erziehungshilfe St. Klara in Ennigerloh ist seiner Bestimmung übergeben worden. Gestern fand die Schlüsselübergabe in den Räumlichkeiten statt. Bauträger ist die Städtische Baugesellschaft Ennigerloh. Die Caritas nutzt das Haus im Rahmen der Erziehungshilfe, um dort bis zu neun Kindern ein befristetes Zuhause zu geben. Das Bild zeigt auf der neuen Sitzgruppe (v. l.) Caritas-Vorstand Michael Füssel, Architekt Thomas Becker, Teamleiterin Susanne Leinkenjost, Bereichsleiter Hubert Bonekamp, Bürgermeister Berthold Lülf, den Geschäftsführer der Ennigerloher Baugesellschaft, Claus Oltmann, Caritas-Vorstand Herbert Kraft und den Leiter der Erziehungshilfe St. Klara, Dr. Christoph Heckmann.
Bild: Hübl

Sie ist in einem Neubau der Städtischen Baugesellschaft untergebracht ist. Dort ist Platz für neun Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren geschaffen worden sowie für sechs pädagogische und hauswirtschaftliche Fachkräfte. „Das Haus ist wichtig, um unsere Arbeit flexibler zu gestalten“, betonte Herbert Kraft vom Vorstand des Kreis-Caritasverbands. „Es ist schön, dass auch das neue Projekt in Ennigerloh angesiedelt werden konnte.“

Die Städtische Baugesellschaft sei sich ihrer sozialen Verantwortung für das Gemeinwohl bewusst, unterstrich Bürgermeister Berthold Lülf. Deshalb habe sich die Gesellschaft, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, entschlossen, auf dem freien Grundstück diesen Neubau zu errichten und ihn langfristig an den Caritasverband zu vermieten, hob der Bürgermeister bei der Schlüsselübergabe hervor. „Dieses Haus soll jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen einen Ankerpunkt geben.“

Damit das Konzept umgesetzt werden konnte, beteiligte sich auch die Lotterie Glücksspirale mit einer Spende in Höhe von 22 000 Euro.

Einige der neun Kinderzimmer sind schon fertig eingeräumt, die anderen folgen in den nächsten Tagen, und dann wird das Haus mit Leben gefüllt. Die Erziehungshilfe St. Klara im Caritasverband des Kreises ist Träger der neuen Wohngruppe. „Die Kinder, die hierher kommen, sollen nicht langfristig in der Wohngruppe untergebracht werden“, erläuterte Dr. Christoph Heckmann, der Leiter der Erziehungshilfe St. Klara, das Konzept, das mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises erarbeitet worden ist. „Während sie in der Wohngruppe leben, wollen wir ihre Familien wieder auf den Weg bringen, damit die Kinder nach einiger Zeit zurückkehren können.“ Dazu sei der Standort Ennigerloh ideal, da er mitten im Kreis liege. Bisher hätten Kinder in Münster oder Dortmund untergebracht werden müssen, so Heckmann.

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