Wohnraum für Flüchtlinge wird knapp
Bild: Junker
Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Unternehmens Heidelberg Cement an der Neubeckumer Straße in Ennigerloh finden 59 Flüchtlinge Platz.
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In einem Gesamtkonzept „Betreuung ausländischer Flüchtlinge und Asylbewerber im Stadtgebiet Ennigerloh“, über das am Donnerstag, 20. August, im Sozialausschuss beraten wird, werden mögliche Unterbringungsoptionen bei den noch zu erwartenden steigenden Flüchtlingszuweisungen vorgestellt.

Die Verwaltung verfügt über keinen städtischen Wohnraum mehr. Eine zentrale Unterbringung im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Unternehmens Heidelberg Cement an der Neubeckumer Straße, das die Stadt seit April angemietet hat, könne ab der 34. Kalenderwoche erfolgen. Im Erdgeschoss können dann 19 Plätze genutzt werden. Weitere Umbaumaßnahmen (zweiter Rettungsweg, Sanitärbereich) werden in Kürze beginnen.

59 Plätze im alten Verwaltungsgebäude

Es sei geplant, insgesamt 59 Einzelplätze für männliche Flüchtlinge zu Beginn des vierten Quartals fertigzustellen. In kleinen Wohnungen können ferner Ehepaare oder Familien untergebracht werden. Die Kosten belaufen sich auf 282 000 Euro.

Aufgrund der derzeit rasanten wöchentlichen Zuweisungen von Flüchtlingen könne davon ausgegangenen werden, dass die Kapazitäten im Herbst schon nicht mehr ausreichen werden.

Bei steigenden Flüchtlingszahlen sei eine Wohncontainer-Anlage für 26 Personen eine weitere Option. Die Gesamtkosten würden sich auf 430 000 bis 460 000 Euro belaufen. Auch eine kurzfristige Nutzung der Pestalozzischule sei denkbar. Dazu müsste jedoch der Ratsbeschluss bezüglich der schulräumlichen Zusammenführung von Pestalozzi- und Hauptschule zum Schuljahr 2016/2017 aufgehoben werden, heißt es im Konzept.

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