Zahlreiche Besucher beim Mühlenfest
Bild: Schomakers
Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Ennigerloh bot auf dem Ennigerloher Mühlenfest ein Kinderspiel mit Handspritzen an. 
Bild: Schomakers

Am Sonntagmorgen begeisterte dann ein buntes Programm die Besucher auf dem Mühlenfest. Die Ennigerloher Müller hatten alles vorbereitet, um die Flügel bei Wind freizugeben. Doch dass genügend Wind aufkommt, der die Mühlenflügel drehen lässt, danach sah es bis zum Sonntagnachmittag nicht aus. Bretter und Segel für die Nutzung der Windenergie waren von Georg Aufderheide und Fritz Meyke angebracht worden. Mit dem Wettergott war der Vorsitzende der Ennigerloher Mühlenfreunde, Winfried Farke, sehr zufrieden, zweifelte aber an ausreichend Wind aus der richtigen Richtung, der die Flügel drehen sollte. Auch wenn zunächst nicht genügend Wind aufkam, so herrschte doch ausgelassene Stimmung unter den zahlreichen Besuchern. Das abwechslungsreiche Programm hatten Vereine, Gruppen sowie die Jugendfeuerwehr auf die Beine gestellt. Farke blickte stolz auf die Renovierung der Mühle in den Jahren 2008 bis 2012 zurück.

Dass die Mühle von den Bürgern angenommen werde, belegten nicht nur der gute Zuspruch beim Mühlenfest, sondern auch 123 Trauungen sowie 274 Mühlenführungen. Auch für das laufende Jahr seien wieder viele Aktionen geplant. Dass der Maibaum am Samstagabend mit einem Kran aufgestellt wurde, hatte mit dem noch hohen Gewicht des neuen und frisch geschlagenen Baums zu tun. Der alte Maibaum war bei einem Sturm im Oktober abgebrochen. „Wir werden wieder zum technikfreien Aufrichten zurückkehren“, sagte Farke.

Ennigerlohs Windmühle, die, so Bürgermeister Berthold Lülf in seinem Grußwort, ein Zeugnis der Geschichte der Stadt Ennigerloh sei, war an beiden Tagen ein Anziehungspunkt für Mühlenfreunde jeden Alters. Lülf zeigte sich immer noch begeistert, was mit bürgerschaftlichem Engagement für den Erhalt der Mühle geleistet wurde. Hier hob das Stadtoberhaupt besonders Walter Witte hervor, „ohne dessen Einsatz man wohl kein Mühlenfest an der denkmalgeschützten Wall-Holländer-Mühle feiern würde“. Und dass Wahlplakate aller Parteien die Mühle zierten, sah Lülf mit einem Augenzwinkern als die schönste Liebeserklärung der Kommunalpolitik an die Windmühle an.

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