Zimmerbrand in Seniorenresidenz nachgestellt
Bilder: Hübl
Schnelle Rettung: Die Opfer des Zimmerbrands wurden von den Feuerwehrleuten auf den Rettungs-Matratzen fixiert und aus der Gefahrenzone getragen.
Bilder: Hübl

Eine dramatische Situation hatten sich die Organisatoren für die Übung des Löschzugs Ennigerloh am Freitagabend ausgedacht. Ein Zimmerbrand im zweiten Obergeschoss des neuen Gebäudes – und nicht nur das Feuer war zu bekämpfen, sondern vor allem auch die Rettung der Bewohner stand im Mittelpunkt des Einsatzes. Da war nicht nur feuerwehrtechnisches Fachwissen, sondern auch Ortskenntnis gefragt.

Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, hatten Löschzugführer Udo Altenseuer und einige seiner Kollegen die Seniorenresidenz schon mehrfach besichtigt. Der Großteil der Mannschaft war aber noch nie in dem Haus gewesen und sollte nun die Rettungswege kennenlernen. Dabei konnten sie sich auf technische Hilfe stützen, denn die Seniorenresidenz verfügt nicht nur über eine automatische Rauchmeldeanlage, mit der die Feuerwehr alarmiert wurde, sondern auch über einen großen Schaltkasten mit einem Anzeigentableau, auf dem zu sehen ist, welcher Rauchmelder angeschlagen hat. Gleich daneben finden sich sogenannte Feuerwehrlaufkarten, auf denen der genaue Weg zu dem jeweiligen Zimmer eingezeichnet ist.

Doch ganz so einfach sollten es die Kameraden nicht haben: Um den Ernstfall zu simulieren, waren die Gänge und Räume mit Nebelmaschinen kräftig verraucht worden. Bei schlechter Sicht und mit schwerem Atemschutz mussten die Feuerwehrleute also vordringen und die drei Vermissten, die von Betreuern der Jugendwehr gespielt wurden, finden.

Und das klappte bestens. „Die Menschen waren in kurzer Zeit gefunden“, freute sich Udo Altenseuer, der gemeinsam mit seiner Frau Kerstin, Jan Lummerzheim und Karl-Heinz Wiegers die Übung vorbereitet hatte, über die gute Arbeit seiner Kollegen. Dazu gehörte auch der Umgang mit den neuen Rettungsmatratzen, mit denen ein schneller und sicherer Transport von Verletzten gewährleistet werden soll. „Das ist gut gelaufen, ebenso wie die ganze Übung“, lobte Altenseuer, dessen Dank auch dem Leitungsteam der Seniorenresidenz galt. „Wir haben sehr gut kooperiert“, erklärte er. „Aber schließlich ist eine solche Übung auch eine Win-Win-Situation. Nicht nur wir, sondern auch die Verantwortlichen der Seniorenresidenz haben viele wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall gewonnen.“

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