Zukunft der Bäder steht im Mittelpunkt
Bild: Schomakers
Für den Erhalt beider Ennigerloher Bäder will sich der Förderverein einsetzen. Die Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Hotel Hubertus war gut besucht. Mitglieder und Vertreter der Ratsfraktionen diskutierten miteinander.
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Entsprechend groß war die Zahl der Teilnehmer im Hotel Hubertus. Unter anderem waren Vertreter der Ratsfraktionen im Saal, ebenso wie Bürgermeister Berthold Lülf.

Das Stadtoberhaupt gab deutlich zu verstehen, dass man am Donnerstagabend nicht über die Schließung der Bäder rede. Sie seien ein Baustein unter vielen, über die man diskutieren müsse. Die Bäder hätten einen jährlichen Zuschussbedarf von etwa 900 000 Euro. In Ennigerloh habe man eine Situation, wie man sie systembedingt in mehreren Städten finde. Bürgermeister Berthold Lülf ging auf die angespannte Haushaltslage ein, die zum Teil von außen mit verursacht werde. Beispielhaft nannte er die Erhöhung der Kreisumlage. Er beschrieb anschaulich die Vorgehensweise bei einem Haushaltssicherungskonzept. Entscheidungen über Ausgaben würden dann nicht mehr vom Rat und der Verwaltung getroffen, betonte er.

Die Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro würden helfen, ein Haushaltssicherungskonzept zu verhindern, seien aber nicht das Ziel. Hier werde viel auf dem „Altar der Haushaltssicherung geopfert“. „Davor ist mir Angst und Bange“, sagte Lülf. Der Bürgermeister versuchte, die Schwierigkeiten bei der Lösung der finanzpolitischen Aufgaben von Rat und Verwaltung zu vermitteln. So würden die Beratungen mit Augenmaß geführt. Er lud zu den Ratssitzungen ein. „Hier schlägt das Herz der Politik“, sagte Lülf.

Aus Sicht von Oliver Lankes (FWG) müssen Entscheidungen erzwungen werden. Steuererhöhungen könnten die Bäder retten. „Wir wollen die Bäder nicht töten“, sagte er zu einem FWG-Situationsbericht zu den städtischen Finanzen, in dem es unter anderem heißt, dass sich Ennigerloh die Bäder nicht mehr leisten könne.

Über die Bäder werden die Politiker das nächste Mal am Montag, 24. November, im Betriebsausschuss Eigenbetriebe sprechen. Themen sind unter anderem der Wirtschaftsplan und die Eintrittspreise. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal.

Mehr zu diesem Thema, unter anderem Stellungnahmen der Fraktionsvorsitzenden, lesen Sie in der „Glocke“-Ausgabe am Samstag, 22. November 2014.

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