100 Kinder toben an der Wischhausstraße
Bild: Stempfle
Voll im Zeitplan ist der Bau der zwölf Wohneinheiten sowie der neuen Kita Zauberburg (rechtes Gebäude). Das freut (v. l.) Werner Wittkamp (Bauunternehmung Ostbevern), Markus Schöfbeck (Architekt vom Planungsbüro Göttker & Schöfbeck Ostbevern), Petra Ohlbrock (Leiterin der Kita Zauberburg), Bürgermeister Wolfgang Annen und Klaus Uhlenhake (2. Vorsitzender DRK Ostbevern).
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Gut im Zeitplan liegen die Arbeiten nicht nur für die Kita, sondern auch für die zwölf Wohneinheiten, die auf einer Grundfläche von 2250 Quadratmetern direkt neben der Einrichtung entstehen. Zeitnah wolle man in die Vermarktung der barrierefreien Wohnungen mit KFW50-Standard einsteigen, erklärt Werner Wittkamp von der gleichnamigen Bauunternehmung. Sorge, dass eventueller Lärm von der Kita potenzielle Mieter abschrecken könnte, hat der Bauherr nicht: „Die Wohnungen und der Außenbereich der Kita sind so ausgerichtet, dass es zu keinen Beeinträchtigungen kommen wird.“ Erste Anfragen hätten ihn zudem bereits erreicht.

Froh über den Neubau ist nicht nur Einrichtungsleiterin Petra Ohlbrock, sondern auch Bürgermeister Wolfgang Annen: „Ostbevern ist eine der jüngsten Gemeinden in ganz NRW. Mit der vergrößerten Kita tragen wir der Bevölkerungsentwicklung Rechnung. Hier entsteht eine Vorbildeinrichtung, an die moderneste Standards angelegt werden“, so der Erste Bürger. Erweitert wird die Zauberburg bereits im August um eine weitere auf insgesamt fünf Gruppen, die bis zum Umzug am 1. April kommenden Jahres als Außengruppe im ehemaligen Wöhrmann-Gebäude untergebracht sein wird.

Ob das Betreuungsangebot für die jüngsten Bürger dann ausreicht, müsse im kommenden Jahr noch einmal genau unter die Lupe genommen werden, erklärte Annen. Weil weitere Baugebiete – unter anderem an der Wischhausstraße mit 250 Grundstücken – ausgewiesen werden sollen, könnte es auch in Zukunft weiteren Bedarf nach Betreuungseinrichtungen geben. „Es ist klar: Eine Kita schließen müssen wir in Ostbevern nicht. Eher im Gegenteil“, so Annen.

Der Spatenstich für das Großprojekt an der Wischhausstraße ist bereits im vergangenen November erfolgt, heute steht der Rohbau. Sechs Monate reine Bauzeit haben die Mitarbeiter von Bauherr Werner Wittkamp bislang benötigt. „Wir sind komplett im Zeitplan, so dass wir die Kita im April umziehen können“, betont der Bauherr.

Der Bau weise einige Besonderheiten auf, wie Architekt Markus Schöfbeck erklärte. Zum einen seien die Gruppenräume rund um einen großen Mehrzweckraum angeordnet worden, den man mit mobilen Trennwänden abteilen könne. So könne auch das DRK, das Träger der Kita Zauberburg ist, die Räume der Einrichtung unter anderem für Fortbildungen oder Blutspenden nutzen.

Große Glasfassaden ermöglichen den Mädchen und Jungen aus jedem Gruppenraum den Blick und den Zutritt ins Grüne, dank Dachvorständen ist auch das Spielen bei Regen draußen möglich. Im Keller wird ein Blockheizkraftwerk installiert, das nicht nur die Kita, sondern auch die benachbarten Wohneinheiten mit Strom und Wärme versorgen wird.

„Die Kinder und Erzieher freuen sich schon riesig auf den Umzug. Alle sind fasziniert, wie schnell der Bau voranschreitet“, betont Einrichtungsleiterin Petra Ohlbrock. Regelmäßig schaue sie an der Wischhausstraße 13 vorbei und berichte in der Kita von den Fortschritten. Auch Bürgermeister Wolfgang Annen freut sich auf den Umzug der Einrichtung. Seiner Aussage nach soll die Kita nicht lange für sich stehen. Geplant sei, ein Gebäude für betreutes Wohnen von Senioren in unmittelbarer Nachbarschaft zu errichten, um Jung und Alt möglichst eng zusammenzubringen.

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