1,1 Millionen Euro für das Vitus-Bad
Bild: Mettelem
Für die Zukunft des Vitus-Bads mit neuem Dach und neuer Glasfassade planen (v. l.) GEW-Geschäftsführer Hermann-Josef Jansen, Bürgermeister Sebastian Seidel, Gabi Baumeister (Leitung Vitus-Bad) und Architekt Markus Schöfbeck.
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 Insgesamt werde für 2016 mit einer Besucherzahl von rund 120 000 gerechnet. Ein Indikator, den der Bürgermeister als ausschlaggebend einschätzt, weitere Investitionen für das Vitus-Bad in Angriff zu nehmen.

Zusammen mit Hermann-Josef Jansen, Geschäftsführer der Gemeindewerke Everswinkel (GWE), der Kaufmännischen Leiterin, Gabi Baumeister, und Architekt Markus Schöfbeck informierte er über eine umfangreiche Baumaßnahme, die im Spätsommer des kommenden Jahres nach weiteren Beratungen und Beschlüssen des Rates in Angriff genommen werden könnte. Das Dach ist dran: Die gesamte Eindeckung des Hauptdachs soll erneuert werden. Auslöser dieser Planungen sei der Diebstahl von Kupferabdeckungen im Sommer 2012 gewesen. Danach habe man festgestellt, dass das Dämmmaterial durch Feuchtigkeit angegriffen war, erklärte der Architekt der geplanten Maßnahme, Markus Schöfbeck. Da auch die Glasfassade an der Südseite des Bads regelmäßig neuer Scheiben bedarf, kam die Überlegung, die Fassade gleichzeitig in Angriff zu nehmen. GEW-Geschäftsführer Hermann-Josef Jansen ist überzeugt: „Durch diese Maßnahmen können wir Synergien nutzen und das Bad für die Zukunft aufstellen.“

Zudem sei die Technik des Vitus-Bades in den vergangenen Jahren sukzessive auf den neuesten Stand gebracht worden. Finanziert werden diese Maßnahmen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro über Eigenmittel der GWE sowie ein Darlehen von 800 000 Euro.

Günstige Konditionen erhalte man dafür durch die Niedrigzinsphase und durch eine Übernahme einer Bürgschaft durch die Gemeinde – wenn sich der Rat dazu entschließt. Dazu gebe es, so Bürgermeister Sebastian Seidel, einen weiteren positiven Effekt durch einen sogenannten „Steuerlichen Verbund“, wonach Verluste eines Bäderbetriebs mit Gewinnen aus den übrigen Sparten des Energieversorgers verrechnet werden könnten und der Gemeinde eine Kostenentlastung brächten. Somit würde – nach Überprüfungen durch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater – die Finanzierung nicht zu einem Mehraufwand führen. Durch die Bauarbeiten im Dachbereich rechnet man zudem mit einer erheblichen Einsparung an Energiekosten. Für die Bauarbeiten auf dem Dach und die Erweiterung der Fensterfront zum Außenbereich, die nur in den Sommertagen bei ausreichender Temperatur geöffnet werden soll, soll das Vitus-Bad nach den Sommerferien 2017 für zirka drei Monate geschlossen werden – wenn es die Beratungen im Hauptausschuss und im Gemeinderat so ergeben.

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