230 Jugendliche erkunden lokale Unternehmen
Bild: Stempfle
Freuen sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule so gut angelaufen ist und mit einem Berufsorientierungstag für die Gymnasiasten fortgeführt wird: (v. l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Lehrer Gerd Schumacher, Stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Ralf Brameyer, Dirk Münstermann vom gleichnamigen Unternehmen und Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer.
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 „Die Schüler haben uns wissen lassen, dass auch sie gern die lokalen Betriebe kennenlernen möchten. Das können sie bald tun“, erklärte Lehrer Gerd Schumacher, der federführend für die Berufsvorbereitung am MSM-Gymnasium zuständig ist.

Während eines Berufsorientierungstags am Mittwoch, 22. Oktober, haben die Schüler der achten und neunten Klassen die Möglichkeit, zwei Unternehmen ihrer Wahl in Kleingruppen zu erkunden. Weil die Koordination von 230 Jugendlichen logistische Anstrengungen erfordern, können die Schüler im Vorfeld drei Wunschfirmen nennen, die sie besuchen möchten. „Damit ist schon eine intensive Beschäftigung mit den heimischen Wirtschaftsbetrieben sichergestellt, schließlich müssen sich die Jugendlichen erst einmal informieren, welcher Betrieb eigentlich was anbietet“, sieht Ralf Brameyer einen weiteren positiven Effekt im Zusammenhang mit dem Berufsorientierungstag. Bürgermeister Wolfgang Pieper erhofft sich von dem neuen Angebot für die Schüler, dass die Betriebe ihre Berufsbilder so ansprechend präsentieren können, um im besten Fall Fachkräfte von morgen gewinnen zu können. „Es geht darum, Transparenz zu erhöhen und Potenziale frühzeitig zu erkennen“, fasste Pieper zusammen. Dazu können die Schüler Einblicke in Betriebe erwarten, die ihnen oftmals nur – wenn überhaupt – vom Namen her bekannt sind.

Schon wenige Tage nachdem Informationsbriefe an die lokale Wirtschaft verschickt worden sind, seien die ersten Anmeldebögen bereits wieder ausgefüllt im Rathaus eingetroffen, konnte Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer, der den Tag mitorganisiert, vermelden. Er hofft, dass sich etwa genauso viele Betriebe melden, wie es beim Lehrer-Angebot gewesen sind. Von den 65 Unternehmen konnte damals rund die Hälfte besucht werden, das aber nur aufgrund der geringen Lehrerzahl.

Schon jetzt ist absehbar: Vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum großen Global-Player werden auch in dieser Runde alle Größenordnungen vertreten sein, die in der Telgter Wirtschaftswelt zu finden sind. Den Anreiz, am Telgter Modell sowie am Berufsorientierungstag mitzumachen, fasste Dirk Münstermann vom gleichnamigen Unternehmen zusammen: „Aus Betriebssicht ist dieser Tag Ausbildungs-Marketing pur – und das auch noch kostenlos.“ Noch bis zum 4. Juli können sich Unternehmen bei Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer für eine Teilnahme anmelden.

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