25 Jahre: Blick hinter Rathaus-Kulissen
Bild: Baumjohann
25 Jahre ist es her, dass das Rathaus Everswinkel zum ersten Mal seine Türen öffnete, um sich den Bürgern mit einem „Tag der offenen Tür“ zu präsentieren.
Bild: Baumjohann

Lange Jahre hatte man schließlich darauf warten müssen. Heimat der Verwaltung war seit 1916 das Eckhaus Hovestraße 5. Dort kann man heute Schmuck kaufen. Mit steigender Einwohnerzahl und wachsenden Aufgaben bezogen die Mitarbeiter zusätzlich zum Erdgeschoss noch das Obergeschoss. Dann kam ein Nebengebäude hinzu, schließlich sogar ein Pavillon – intern auch Werk II und III genannt. Zum Schluss war es einfach nur viel zu eng, das erste „echte“ Rathaus für Everswinkel musste her – und es sollte ein Gebäude für alle sein.

1980 lobte der Rat einen Architektenwettbewerb aus und entschied sich einstimmig für den Entwurf der Architektengruppe Münster-Nord. Dreimal bewarb sich die Gemeinde Everswinkel in den darauffolgenden Jahren um Fördergelder für ihren Rathausneubau: Immer wurden die Anträge abgelehnt. 1986 beschloss der Rat schließlich, alles aus eigener Tasche zu bezahlen. Knapp zwei Jahre vergingen vom Baubeginn bis zum ersten „Tag der offenen Tür“.

Dabei handelte es sich nicht nur um ein Fest für die Mitarbeiter, die endlich Platz zum Arbeiten hatten, sondern auch für die Bürger. Denn Konzept und Ausstattung des neuen Rathauses boten in puncto Bürgerservice allerlei interessante Neuerungen. Die bürgernahen Dienststellen wurden im Erdgeschoss untergebracht, im Foyer gibt es bis heute einen Informationsstand, der einen ersten Anlaufpunkt darstellt. Klingeln an den Eingangstüren sorgten damals dafür, dass Menschen mit Handicap Hilfe herbeiholen konnten. 1988 war das eine sehr fortschrittliche Maßnahme. Mit Barrierefreiheit nach jetzigem Standard hatte das allerdings nicht viel gemein. Heute sieht das anders aus. Man denke da nur an die Ringschleifenanlage für Hörgeschädigte im Ratssaal oder die Eingangstür des Rathauses, die sich automatisch öffnet.

Als weitere bürgerfreundliche Maßnahmen wurden 1988 ein Bürger- und Kindertelefon sowie ein Umwelttelefon eingerichtet. Und – im Rückblick fast eine Kuriosität – durch die neue Telefonzentrale konnte man endlich alle Ansprechpartner im Rathaus direkt anrufen, ohne sich verbinden lassen zu müssen.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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